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Stadt und Kreis benennen Schulen zur Inklusion

Kinder mit speziellem Förderbedarf Stadt und Kreis benennen Schulen zur Inklusion

Ab kommendem Jahr haben Kinder mit besonderem Förderbedarf in Niedersachsen einen Rechtsanspruch darauf, jede Regelschule besuchen zu können. Weil aber noch lange nicht alle allgemeinbildenden Schulen darauf eingestellt sind, behinderte Kinder barrierefrei aufzunehmen und zu unterrichten, haben die Kommunen als Schulträger bis 2018 Zeit, Gebäude und Ausstattung umzurüsten.

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Inklusion: Kinder mit besonderem Förderbedarf sollen in der Schule uneingeschränkt teilhaben können.

Quelle: dpa

Göttingen. Für die Übergangszeit müssen sie in den verschiedenen Schulformen allerdings ausgewählte Schwerpunktschulen benennen. Diese Hausaufgabe haben die Stadt und der Landkreis Göttingen jetzt (teilweise) gemacht. Sie melden jeweils fünf Schwerpunktschulen an.

Haben Kinder einen besonderen Förder- und Betreuungsbedarf,  besuchen sie bisher meistens eine entsprechende Förderschule. Nur teilweise konnten sie in sogenannten Integrationsklassen an Regelschulen unterrichtet werden.

Künftig sollen Kinder mit und ohne Behinderungen grundsätzlich gemeinsam lernen. Ihnen soll eine umfassende und uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.

Inklusion gesetzlich verankert

Der neue Begriff dafür ist Inklusion. Dazu gehört auch das Recht auf barrierefreie Bildung. Nach langer Diskussion hat Niedersachsen die Inklusion gesetzlich verankert – beginnend mit dem Schuljahr 2013/14. Nutzen Kommunen die Übergangsphase, müssen sie bis Januar Schwerpunktschulen festlegen.

Das kritisieren Schulen und Politik, weil es zum neuen Gesetz noch keine konkreten Ausführungsbestimmungen zur Gestaltung der Inklusion gibt. Zudem fühlen sich die Schulen weitgehend allein gelassen, weil Fortbildungen für Lehrer und eine zusätzliche Personalausstattung sehr schleppend in Gang kommen beziehungsweise ausbleiben.

 
Schwerpunktschulen der Stadt
Unabhängig davon meldet die Stadt Göttingen jetzt folgende Schwerpunktschulen an: im Grundschulbereich die Adolf-Reichwein-Schule und die Brüder-Grimm-Schule (Förderschwerpunkt geistige Entwicklung), die Hainbundschule (körperliche und motorische Entwicklung) sowie die Wilhelm-Busch-Schule (Hören); unter den weiterführenden Schulen die Heinrich-Heine-Hauptschule (körperliche und motorische Entwicklung). Als einzige Realschule in der Stadt ist die Voigtschule automatisch dabei. Die Gesamtschulen sind konzeptionell ohnehin auf Integration beziehungsweise Inklusion  eingestellt. Für die Gymnasien gibt es auf Wunsch der Schulen keine Schwerpunktbildung. Sie könnten also alle gleichermaßen angewählt werden.
 
Schwerpunktschulen im Kreis
Der Landkreis Göttingen geht davon aus, dass alle weiterführenden Schulen in seiner Trägerschaft Kinder und Jugendliche mit einem Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, Hören, Sehen sowie geistige Entwicklung inklusiv beschulen können. Er benennt daher nur für die Bereiche körperliche und motorische Entwicklung Schwerpunktschulen : die IGS Bovenden , die künftige Oberschule Dransfeld , die KGS Gieboldehausen , die Oberschule Groß Schneen und das Grotefend-Gymnasium in Münden . Für erforderliche Umbauten in Dransfeld und Gieboldehausen hält er 276 000 Euro vor. Von den kleineren Umlandkommunen hat als erste die Samtgemeinde Gieboldehausen eine Grundschule als Schwerpunktschule ausgewählt: die Grundschule im Kernort.
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Samtgemeinde stellt Weichen

Ab kommendem Jahr haben Eltern nicht nur Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz, sondern auch auf die Beschulung behinderter Kinder in Regelschulen – die sogenannte Inklusion. Die stellt die Schulträger und Kollegien vor große Herausforderungen. In der Samtgemeinde Gieboldehausen, die Träger der dortigen Grundschulen ist, werden zurzeit die Weichen für die Einführung der inklusiven Schule gestellt.

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