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„Stadt und Planung“ kritisiert Windradpläne

Wild auf Baugenehmigungen „Stadt und Planung“ kritisiert Windradpläne

Der Verein Stadt und Planung kritisiert das Vorgehen der Stadt bei der Ausweisung neuer Windradstandorte als überhastet. Unter dem Deckmantel der Energiewende versuche die Stadtverwaltung, interessierten Investoren neue Standorte für Riesenwindräder zu sichern, heißt es in einer Erklärung des Vorstandes.

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Der Verein Stadt und Planung kritisiert das Vorgehen der Stadt bei der Ausweisung neuer Windradstandorte.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Der Verein fordere für den schon stark beanspruchten Göttinger Raum eine sorgfältige und gesetzeskonforme Planung, die auch den Schutz der Menschen mit einschließe.

Viel Geld lasse sich in den nächsten Jahren mit Windenergie dank hoher Subventionen verdienen, so die „Bürgerinitiative für Öffentlichkeit in der Stadtentwicklung“. Es sei also kein Wunder, wenn Energiekonzerne wie Vattenfall und Eon, aber auch Stadtwerke, Sparkassen und Bauunternehmen ganz wild auf Baugenehmigungen für Windräder seien und die Kommunen unter Druck setzten. Auch die beteiligten Grundeigentümer könnten in einem Jahr pro Anlage mehr Pachtzinsen einstreichen, als viele Arbeitnehmer mit einem Vollzeitjob verdienten.

Höher als der Kölner Dom

Die geplanten Anlagen seien anders als die bisher vorhandenen Windmühlen mit 200 Metern Höhe 50 Meter höher als der Kölner Dom und könnten schon deshalb nicht gleich behandelt werden. Der Verein führt eine Liste von möglichen Beeinträchtigungen für das menschliche Wohlbefinden und von Natur und Landschaft an: Ausbau der Wege und neue Stromleitungen, Beeinträchtigung des Landschaftsbilds, Schattenwurf, nächtliche Dauerbefeuerung, Auswirkungen auf Greifvögel und Fledermäuse und Infraschall.

Seit fast 30 Jahren habe die Stadt keine umfassenden Bestandsaufnahmen im Bereich Natur und Landschaft sowie Lebensqualität mehr durchgeführt und veröffentlicht, kritisiert der Verein. Anfang 2011 habe der Rat eine Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit vorhergehendem Landschaftsplan beschlossen.

Damit wäre eine Grundlage für eine seriöse Beurteilung neuer Umweltansprüche gegeben. Nun überhole die Verwaltung das ganze Verfahren und setze den Bauausschuss mit einer lückenhaften Vorlage zu Vorranggebieten unter Druck. Durch ein überhastetes Vorgehen bei Agroenergie sei bereits großer Schaden angerichtet. Bei der Förderung der Windkraft sollte sich das nicht wiederholen.

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In der Debatte um neue Windräder liegen jetzt die Vorschläge der Stadtverwaltung für mögliche Standorte im Stadtgebiet vor. Zwölf Flächen eignen sich danach unter bestimmten Kriterien. Welche Bereiche von Investoren genutzt werden können, soll im Flächennutzungsplan festgeschrieben werden. Das Verfahren beginnt am Donnerstag, 4. Oktober, im Bauausschuss.

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