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Einblicke in studentische Stammbücher

Aus Lichtenbergs Zeit Einblicke in studentische Stammbücher

Die Ausstellung „Studentische Stammbücher der Lichtenberg-Zeit (1763 – 1799)“ im Göttinger Stadtarchiv wird am Donnerstag, 10. August, eröffnet. Geboten wird ein Einblick in die längst vergangen Welt der Stammbuchkultur.

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Quelle: r

Göttingen. Gottfried August Bürger, Adolf Freiherr von Knigge, der Freiherr vom Stein, Johann Wolfgang von Goethe und viele zeitgenössische Berühmtheiten mehr: sie alle haben sich in Stammbüchern der Lichtenberg-Zeit verewigt - auch Lichtenberg selbst. Studentische Stammbücher erlangten in der zweiten  Hälfte des 18. Jahrhunderts in Göttingen große Popularität. Gezeigt werden aus den Beständen des Stadtarchivs die Einträge berühmter Persönlichkeiten, beeindruckende Originalillustrationen und die Vielfalt der Stammbuchkupferstiche, die von Johann Carl Wiederhold in Göttingen verlegt wurden. Auch das von Wiederhold produzierte Buntpapier – genannt „Göttinger Marmor“ – wird in Beispielen präsentiert.

Die Widmungen in den Stammbüchern, einer Frühform des Poesiealbums, bestanden in der Regel aus einem literarischen Sinnspruch, oft verknüpft mit Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse und Begegnungen während der Studienzeit. Der besondere Wert dieses Erinnerungskults liegt vor allem in der Zahl der gesammelten Autographen von bekannten und berühmten Persönlichkeiten. Themen und Motive der Stammbuchillustrationen waren breit gefächert: Zeichnungen, Silhouetten, Wappen und kolorierte Miniaturen geben Einblicke in das studentische Umfeld und das gesellschaftliche Leben der Zeit.

Kulturhistorische Bedeutung

Man könne davon ausgehen, dass bis 1840 mehrere tausend Göttinger Studenten ein Stammbuch geführt haben, erklärt die Stadtverwaltung. 316 Exemplare befinden sich im Stadtarchiv Göttingen, das damit eine der größten Stammbuchsammlungen Deutschlands besitzt. Weil die Georgia Augusta in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zur wohl renommiertesten deutschen Universität aufstieg, die Gelehrte und Studenten aus ganz Europa nach Göttingen zog, gilt der Stammbuchbestand im Göttinger Stadtarchiv als von herausragender kulturhistorischer Bedeutung

Eröffnet wird die Ausstellung am 10. August um 17 Uhr im Stadtarchiv Göttingen (Neues Rathaus, Dienstgebäude Reinhäuser Landstraße, 2. Obergeschoss). Dort kann die Ausstellung als Beitrag des Archivs zur Veranstaltungsreihe im Lichtenberg-Jubiläumsjahr bis zum 30. November 2017 besucht werden. Die Öffnungszeiten: montags bis mittwochs 8 bis 15.30 Uhr, donnerstags 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 13 Uhr.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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