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Stadtentwicklung: „Utopien erlaubt“

Hardegsen 2030 Stadtentwicklung: „Utopien erlaubt“

Wo steht Hardegsen 2030? Um auf diese Frage eine Antwort zu geben, hat der Verwaltungsausschuss der Stadt beschlossen, ein Leitbild für die Stadt zu entwickeln. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels soll gemeinsam mit den Bürgern ein Konzept für ein zukunftsfähiges Hardegsen erarbeitet werden.

„Ich möchte mich als 85-Jähriger auch noch in Hardegsen wohl fühlen“, formulierte Hardegsens Bürgermeister Dieter Sjuts (parteilos) sein Ziel. In 20 Jahren seien im Stadtgebiet dreiviertel der Einwohner Senioren. Die Bestandserhebung für die Dorferneuerung Gladebeck habe die „innere Zersetzung“ der Ortskerne deutlich gemacht. Immer mehr Häuser stehen leer, Scheunen werden nicht mehr genutzt. Für einen „strukturierten Rückbau statt Wüstung“ sprechen Sjuts und Bauamtsleiter Dirk Schrader deshalb im privaten wie im öffentlichen Bereich. Es bringe nichts, sich an alte Strukturen zu klammern.
So sehen beide auch Chancen im grenzübergreifenden Denken. Kommunen könnten sich zusammentun, um etwa die Kosten zu verringern. Konkret denkt Schrader an die Trinkwasserversorgung. In Hardegsen sind das Leitungsnetz und die Hochbehälter modernisiert worden. Nun seien Kapazitäten frei. Es sei denkbar – wie in Bovenden und Nörten – eine Versorgungsleitung in eine Nachbarkommune zu verlegen. Auch die Energieversorgung der Stadt müsse an die ökologischen Ansprüche der heutigen Bürger angepasst werden. Auch für die Ortschaften gelte es, Aufgaben zusammenzulegen.

Schon 2007 hat sich die Stadt mit ihrer Zukunft beschäftigt. „Wie soll Hardegsen 2020 aussehen“, lautete damals die Frage. Auf der Grundlage eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Isek) hat die Stadt mit den Bürgern Ideen für die Kernstadt entwickelt, um Bundesfördermittel zu bekommen. Jetzt geht es um den gesamten Stadtbereich mit Handel, Gewerbe, Arbeitsplätzen und öffentlichen Einrichtungen. Auslöser für die Initiative ist eine überörtliche Ordnungsprüfung durch die ehemalige Niedersächsische Kommunalprüfungsanstalt vor zwei Jahren. Im Prüfbericht habe die Anstalt die Leitbildentwicklung empfohlen, erklärt Sjuts. 22 000 Euro kostet das Verfahren mit einem Planungsbüro.

„Utopien erlaubt“ heißt es bei der Auftaktveranstaltung für alle Bürger am Donnerstag, 14. April, um 19 Uhr im Muthaus der Stadt. Jeder könne seine Idee mitbringen, die dann in Werkstattgesprächen gesammelt werden.

enz

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