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Das sagen Geflügelzüchter in der Region

Stallpflicht wegen Vogelgrippe Das sagen Geflügelzüchter in der Region

"So ein Mist." Für Siegfried Machemehl kommt die Nachricht von der Stallpflicht im Landkreis Göttingen zu diesem Zeitpunkt überraschend. Es sei in seinen Augen eine Fehleinschätzung, dass die Tiere in den Ställen vor dem Virus sicherer seien, kommentiert der Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtvereins Göttingen-Grone die Anordnung des Landkreises.

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Willi Klingebiel, Sprecher der Reisevereinigung Duderstadt

Quelle: ku

Man müsse doch nur mal schauen, wo die Fälle vermehrt aufträten. "Sicher nicht auf den Höfen der Hobby-Vogelzüchter. Das passiert doch vor allem in den Großbetrieben." Machemehl selbst hat 50 Hühner, seine Vereinskollegen tendenziell etwas weniger. Jeder von ihnen hat ausreichend Platz im Stall, um die Tiere auch drinnen halten zu können. Bei ihm kämen dann etwa zwei Tiere auf einen Quadratmeter. Weit mehr als gefordert. "Mit artgerechter Haltung hat das trotzdem nichts zu tun."

Natürlich würden sich die Vereinsmitglieder an die aktuelle Anordnung halten, sagt Machemehl. Dazu gehöre aber nicht nur, die Tiere einzusperren, sondern beispielsweise auch, niemanden in ihre Nähe zu lassen. Für wie lange das gelten könnte, möchte er sich nicht ausmalen. Es sei wohl kaum zu erwarten, dass sich die Lage bis zum Frühjahr normalisiere. Damit könnte dann eine der regionalen Ostertraditionen in Gefahr geraten: die alljährliche Kükenschau in Elliehausen, die nächstes Jahr zum 52. Mal stattfinden würde.

Relativ gelassen nehmen die Eichsfelder Brieftaubenzüchter die Stallpflicht wegen der Vogelgrippe. "Den Winter verbringen unsere Tauben ohnehin in überdachten Volieren - schon aus Schutz vor Greifvögeln", sagt Willi Klingebiel, Sprecher der Reisevereinigung Duderstadt. Das schließe auch aus, dass es zu einer Ansteckung über den Kot infizierter Vögel kommen könne. Bereits am zweiten Dezemberwochenende sei die jährliche Eichsfeldausstellung der Taubenzüchter vom Veterinäramt wegen der Vogelgrippe abgeblasen worden, berichtet Klingebiel. "Ich kenne keinen Züchter, der zurzeit seine Tauben hinauslässt." Erst im April seien wieder Vorflüge für die kommende Saison geplant. Klingebiel hofft, dass "sich das Problem bis dahin erledigt hat". ku/ms

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