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Wie war es eigentlich in der Steinzeit?

Feldhüterhaus Esebeck Wie war es eigentlich in der Steinzeit?

„Ich zeig' euch, wie man Bogen schießt!“, ruft ein weißhaariger Mann mit Brille im Garten des Feldhüterhauses in Esebeck mit leichtem französischen Akzent. Mehrere Kinder reihen sich an einem rot-weißen Absperrband auf und warten, bis sie an der Reihe sind.

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Jean-Loup Ringot

Quelle: PH

Der Mann hilft einem nach dem anderen den Bogen richtig in die Hand zu nehmen und den Pfeil anzusetzen. „Gefährliches Mädchen“, sagt er, als ein etwa 10-jähriges Mädchen in pink gestreiftem Kleid den Pfeil abfeuert, und erntet Gelächter. Der gebürtige Pariser Jean-Loup Ringot, der seit 30 Jahren in Deutschland wohnt, hat in Geologie promoviert und ist Archäotechniker. Das heißt, er erforscht und führt historische Handwerks- und Haushaltstechniken aus und vor. Vom Heimatverein Esebeck wurde er am Sonntag eingeladen, um für Kinder aus der Umgebung verschiedene Workshops zum Thema Steinzeit anzubieten. Neben Bogenschießen, erklärte er ihnen, wie man mit Feuersteinen ein Feuer macht, darauf Essen zubereitet und darin Tongefäße brennt. Außerdem brachte er seinen Zuschauern das Schamanentum näher. Dazu hatte er besondere Steine aus Südfrankreich mitgebracht, mit denen man Musik erzeugen kann. Insgesamt 16 Kinder, ihre Begleiter und Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil. Unter ihnen auch die Leiterin der Regenbogenschule Elliehausen, Kathrin Steffen: „Ich bin hier, weil das Thema mich selbst interessiert. Auch einige meiner Schüler sind da. Hier können die Kinder erleben, wie man ohne moderne Hilfsmittel auskommt und wie man etwas selber herstellt. Mich haben schon einige Eltern angesprochen, ob wir Herrn Ringot nicht auch für ein Schulprojekt engagieren könnten, das halte ich für eine gute Idee.“

Auch Björn Boese, aktives Mitglied des Esebecker Heimatvereins, ist von Ringot begeistert: „Er ist ja ein absoluter Fachmann, hat das nicht nur trocken studiert, sondern kann es auch gut spielerisch und plastisch rüberbringen. Gerade bei Kindern in diesem Alter ist es normalerweise schwierig sie zwei, drei Stunden bei der Stange zu halten, er schafft das locker.“ Maxi und Lukas, beide 10, sind eifrig am Töpfern. „Die Schüssel ist für meine Tante“, erklärt Lukas. Und Maxi formt eine „Playmobiltasse“ für seine Spielfiguren, die er passgenau über einen Stock stülpt, um sie in der Feuerstelle zu brennen. gb

Leben wie in der Steinzeit am Feldhütterhaus Esebeck: Jean-Loup Ringot erklärt die Arbeits- und Lebensweise der Steinzeitmenschen.

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