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Stiftung im Mühlendorf Ebergötzen vorgestellt

Niedersächsische Mühlenstraße Stiftung im Mühlendorf Ebergötzen vorgestellt

1972 war die Mühle, in der Wilhelm Busch als Gast der Familie Bachmann viel Zeit zugebracht hat, verfallen. Sie sollte einem Gedenkstein weichen. Ein Förderverein machte sich an die Sanierung – die Mühle wurde gerettet.

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Historischer Ort: Wilhelm-Busch-Mühle.

Quelle: Hinzmann

Heute ist sie als Wilhelm-Busch-Museum für Publikum geöffnet. So ähnlich erging es in den vergangenen Jahrzehnten vielen alten Wind- und Wassermühlen, um deren Erhalt sich seit dem vergangenen Jahr eine neue Stiftung Niedersächsische Mühlenstraße kümmern will. Vorgestellt wurde sie am Freitag, 4. März, im Ebergötzer Dorfgemeinschaftshaus.

„Jede Mühle hat für ihre Region eine besondere Bedeutung. Als Zeitzeugen müssen sie erhalten werden“, erklärte Niedersachsens Landwirtschaftsminister und Schirmherr der Mühlenstraße, Gert Lindemann (CDU), anlässlich der Präsentation im Mühlendorf Ebergötzen, in dem Besucher nicht nur die seit dem 14. Jahrhundert zum Dorf gehörende Busch-Mühle, sondern auch noch eine Wind- und eine Wassermühle am Europäischen Bortmuseum besuchen können. Die Mühlen erinnerten an historische Produktionprozesse, so Lindemann, und seien ein wichtiger Teil der dörflichen Identität.

Während der Stiftungs-Vorstellung wies Ebergötzens Bürgermeister Arne Behre (SPD) daraufhin, dass beide Ebergötzer Museen trotz konstanter Besucherzahlen um ihre Existenz kämpften. Das Dorf Ebergötzen ist auf den Karten der Deutschen Mühlenstraße bislang noch nicht verzeichnet, „die Region Göttingen ist einer von drei grauen Flecken“, berichtete Andreas Engel, Vorsitzender der neuen Stiftung. Er hoffe auf Mithilfe des Landkreises Göttingen – ermutigt durch die vorherige Ankündigung von Landrat Reinhard Schermann (CDU), das Anliegen der Mühlenstraße unterstützen zu wollen.

Ausstellung zur Mühlenstrasse

Die Niedersächsische Mühlenstraße (im Internet unter niedersaechsische-muehlenstrasse.de) verbindet bislang 427 Mühlen in knapp 30 Landkreisen. Die Stiftung Niedersächsische Mühlenstraße will den Mühlentourismus fördern. Auch eine Drehprämie nach niederländischem Vorbild will sie einführen – als Anreiz für die Besitzer, Flügel oder Rad in Bewegung zu halten, sollen für jede Umdrehung kleine Summen gezahlt werden. Das dafür benötigte Geld soll das Stiftungskapital abwerfen. Über Mühlenstraße und Stiftung können sich bis zum 30. Juni Besucher des Wilhelm-Busch-Museums in Ebergötzen in einer Ausstellung informieren, die dort gestern eröffnet wurde. Das Museum ist dienstags bis sonnabends von 9 bis 17 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Montags ist Ruhetag.

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