Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Stolperstein für Müllkraftwerk im Northeimer Industriegebiet

Veränderungssperre bleibt vorerst bestehen Stolperstein für Müllkraftwerk im Northeimer Industriegebiet

In ihrem Kampf gegen ein Abfallheizkraftwerk im Northeimer Industriegebiet hat die Initiative gegen Müllverbrennung einen vorläufigen Teilerfolg errungen: Die Aufhebung der Veränderungssperre für das betroffene Gebiet wurde von den Tagesordnungen des städtischen Bauausschusses und des Stadtrates abgesetzt. Ohne eine solche Veränderung aber darf die Müllverbrennungsanlage nicht gebaut werden.

Voriger Artikel
Ortsumgehung Waake: Verkehr auf B 27 wird verlagert
Nächster Artikel
SPD im Streit um Mietobergrenzenfür Hartz-IV-Bezieher uneins

Stolperstein für Müllkraftwerk im Northeimer Industriegbiet.

Quelle: Hinzmann

Northeim. Vorausgegangen war ein Gespräch von Mitgliedern der Bürgerinitiative mit Vertretern der Verwaltung und Ratspolitikern.

Darin verwies die Bürgerinitiative auf ein Klimagutachten aus dem Jahr 1995 für das gesamte Stadtgebiet. Nach dessen Kernaussagen hätte das Areal niemals als Industriegebiet ausgewiesen dürfen, argumentiert die Initiative. Damit sei der jetzige Bebauungsplan nichtig. Das Planungsgebiet hätte bestenfalls als Gewerbegebiet ausgewiesen werden können. Das wollen die Ratspolitiker jetzt prüfen.

Vor knapp einem Jahr hatte der Northeimer Stadtrat die Veränderungssperre erlassen, weil die Politiker geklärt haben wollten, ob neue Gebäude im Gebiet westlich der B 3 den Luftaustausch und damit das Klima im Stadtgebiet beeinträchtigen würden. Dazu wurde ein neues Klimagutachten erstellt. Kernaussage: Klimatische Beeinträchtigungen durch das geplante Müllheizkraftwerk seien nicht zu erwarten.

In dem umstrittenen Kraftwerk, dessen Inbetriebnahme eigentlich für dieses Jahr vorgesehen war, sollen jährlich gut 25 000 Tonnen Abfälle, darunter Gummi, Kunststoffe und sonstiger Abfall verbrannt werden. Hauptabnehmer von Strom und Wärme soll Conti Tech sein.

Kritiker befürchten die Freisetzungen größerer Menge teils hochgiftiger Schadstoffe, die aufgrund der vorherrschenden Windrichtungen ins Stadtgebiet getragen würden. Wann das Thema Veränderungssperre jetzt wieder auf die Tagesordnungen von Ausschüssen und Rat gesetzt werden kann, sei nicht absehbar, erklärt Reinhard Schade von der Stadt Northeim.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Giftstoffe
Umstrittenes Projekt: Direkt neben dem Northeimer Fruchthof soll eine Müllverbrennungsanlage gebaut werden.

Mitten im Northeimer Industriegebiet soll eine Abfallverbrennungsanlage gebaut werden. Bürger sind in höchster Sorge: Die nächsten Wohngebiete sind nur etwa einen halben Kilometer entfernt und würden bei den vorherrschenden Winden direkt in der Abluftfahne des Müllofens liegen. Gut 25 000 Tonnen sollen jährlich verbrannt werden.

  • Kommentare
mehr
Anzeigenspezial
Die schönsten Schneebilder unserer Leser
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt