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Stracke in Wittenberg und Fasten in Thorn

Partnerstadt: Thorn Stracke in Wittenberg und Fasten in Thorn

Wittenberg: Schon vor dem Fall der Mauer – im Jahr 1988 – ist diese Partnerschaft besiegelt worden. In der Stadt, in der 1517 durch Martin Luther die Reformation begann, weichen die weihnachtlichen Traditionen naturgemäß nicht wesentlich von den Göttinger Gepflogenheiten ab.

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Thorn: Rathausturm hinter Kopernikus-Denkmal.

Quelle: Litwin

Göttingen ist seit Jahren auf dem Weihnachtsmarkt mit Göttinger Stracke vertreten, die am Stand des Partnerschaftsbeirates angeboten wird. Diesmal ist auch das Göttinger Wahrzeichen wieder auf dem Weihnachtsmarkt präsent: das Sortiment ist um den Gänseliesel-Wein erweitert worden.
Thorn: Auch in der Weichselstadt, mit der Göttingen seit 31 Jahren kooperiert, hat man die ganze Adventszeit über weihnachtliche Stimmung. Der Höhepunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten aber ist der Heilige Abend. Tagsüber wird traditionell gefastet. Am Nachmittag versammelt sich die ganze Familie mit Großeltern und Verwandten. Wenn der erste Stern leuchtet, setzt man sich an den festlich gedeckten Tisch, auf dem eine Kerze steht. Das Geldstück unter der Kerze soll vor Armut schützen. Auf dem Tisch ist immer auch ein Platz für einen unerwarteten Gast gedeckt. Oft werden genau zwölf Gerichte serviert, die symbolisch für die Monate eines Jahres und der zwölf Apostel Christi stehen. Unter dem Esstisch befindet sich ein Heubündel um an Jesu Geburtsstätte zu erinnern und weil man in Polen glaubt, dass das Christkind in Begleitung eines Esels auf die Erde gekommen ist.

Der heilige Abend wird in keiner polnischen Familie begonnen, bevor der erste Stern am Himmel steht, traditionell gefolgt von der Verlesung der Weihnachtsevangelien. Der älteste Mann am Tisch reicht die Weihnachtsoblate, ein dünnes weißes Gebäck. Jeder bricht sich als Zeichen der Liebe und Versöhnung ein Stück ab.

Nach dem Essen naht die Bescherung. Es wird viel gesungen während der wigilia, der heiligen Nacht in Polen. In die Kirche gehen die Familien zur Mitternachtsmesse pasterka, was Hirtenwache bedeutet. Am ersten Weihnachtstag geht man nochmals in den Gottesdienst. Traditionell ist dies der Familientag und nur die Reste der Vortage werden verzehrt. Am zweiten Feiertag, dem Stefanstag, werden nach alter Sitte Verwandtenbesuche gemacht.

Joachim Sterr

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