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Streit in Klein Lengden über die Gefahren von Silvesterfeuerwerk

Wo Licht ist... Streit in Klein Lengden über die Gefahren von Silvesterfeuerwerk

Am Silvesterfeuerwerk entzünden sich immer wieder Kontroversen. Für die einen ist es ein Stück Kultur, für die anderen ein gefährliches Ärgernis. In der Region ist besonders brisant, dass die zahlreichen Fachwerkhäuser besonders anfällig für Brände sind. Nun hat sich auch der Ortsrat Klein Lengden mit der Problematik befasst.

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Schön und gefährlich: Silvesterfeuerwerk findet Anhänger und Gegner gleichermaßen.

Quelle: Kaufmann

Klein Lengden. Zuvor hatte eine Einwohnerin Ortsbürgermeister Klaus-Werner Hanelt (Freie Wähler) gebeten, dem Rat von ihrer Silvesterfeier erzählen zu dürfen – denn die sei nicht nur erfreulich gewesen.

Die Frau gab an, durch das Silvesterfeuerwerk ihrer Nachbarn massiv gestört und gefährdet gewesen zu sein. Diese hätten ihre Raketen auf abschüssigem Untergrund abgefeuert, sodass die Feuerwerkskörper nicht senkrecht in den Himmel aufstiegen und meist auf ihrem Dach landeten.

„Man konnte nicht mal das Haus verlassen, um diesen Nachbarn ein frohes neues Jahr zu wünschen“, sagte die Einwohnerin. In einer „Befeuerungspause“ habe sie es dann doch geschafft, die Nachbarn draußen auf das Problem anzusprechen, diese hätten jedoch kein Verständnis gezeigt.

Ort des Ärgers war kein historischer Stadtkern, zu dessen Schutz das Böllern und Raketenabfeuern wie beispielsweise in Göttingens Innenstadt verboten ist, sondern ein dicht besiedeltes Neubaugebiet. Hier gebe es dennoch viele Feuerfallen, beispielsweise die zahlreich vorhandenen Carports, die sich meist direkt an Häuser anschmiegten.

Von der Idee nicht überzeugt

Die Anwohnerin befürchtet aus diesem Grund ein „Flammeninferno, das leicht drei oder vier Häuser zerstören kann“. Ihre Forderung: Feuerwerkskörper sollten nur noch an einem einzigen Platz im Dorf abgefeuert werden dürfen.

Zusätzlich könne dafür dann eine Gebühr erhoben werden, mit der die Aufräumarbeiten bezahlt würden. Der Ortsrat zeigte sich von dieser Idee nicht überzeugt. Für viele Familien sei der Weg zu einem zentralen Abfeuerplatz einfach zu weit.

Die Verwendung von Feuerwerkskörpern ist im Sprengstoffgesetz geregelt. Dieses teilt zum Vergnügen eingesetztes Feuerwerk in vier Klassen ein. Raketen gehören zur Klasse II und dürfen ohne Sondergenehmigung nur am 31. Dezember und 1. Januar abgefeuert werden.

Das Gesetz schränkt auch den Ort für Silvesterfeuerwerk ein. In unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Altersheimen und Reet- und Fachwerkhäusern ist ihre Nutzung ganz untersagt. Für Böller bedeutet das einen Sicherheitsabstand von 25 bis 30 Metern, für Raketen müssen sogar 200 Meter Abstand eingehalten werden.

Von Jonas Rohde

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