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Stromtrasse als Erdkabel: Versammlung in Groß Ellershausen mit 120 Zuhörern

"Versuchskaninchen" Stromtrasse als Erdkabel: Versammlung in Groß Ellershausen mit 120 Zuhörern

Die Pläne, die 380-Kilovolt-Stromtrasse auf Stadtgebiet als Erdkabel zu verlegen, sorgen weiter für Widerstand – vor allem in den westlichen Stadtteilen Elliehausen, Groß Ellershausen und Hetjershausen. Der Netzbetreiber Tennet plant einen Trassenverlauf, der dicht an den Orten und den dortigen Schulen und dem Kindergarten vorbeiführt. Rund 120 Zuhörer nahmen am Mittwochabend an einer Einwohnerversammlung der Stadt Göttingen im Sporthaus Groß Ellershausen teil.

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Großes Interesse: Bürgerversammlung in Groß Ellershausen zur geplanten Starkstromtrasse.

Quelle: Vetter

Groß Ellershausen. Tennet-Projektleiter Jens Siegmann erklärte, dass derzeit ein weiterer Trassenverlauf geprüft werden, der weiter von den Orten entfernt verläuft und auch eine Querung von Groß Ellershausen und Hetjershausen vermeidet. Siegmann betonte, dass es sich bei dem geplanten Göttinger Erdkabel um ein Pilotprojekt handelt. Damit wolle man Erfahrungen für ähnliche Projekte sammeln.

Gerade diese Aussage sorgte im Publikum für Empörung. „Das ist ein Versuch an uns Menschen. Das ist ethisch mehr als zweifelhaft“, sagte Anita Schmidt-Jochheim , Sprecherin der Bürgerinitiative Gegenwind.

Gleichstrimtechnik statt Wechselstromtechnik

Bedenken gegenüber der Forderung der Bürgerinitiative „Elektrosmog. Nein danke“ , die für die Trasse geplante Wechselstromtechnik durch Gleichstrimtechnik zu ersetzen, weil letztere vermeintlich weniger gesundheitsgefährdend ist, äußerte Peter Neitzke , Leiter des Ecolog-Instituts für sozial-ökologische Forschung und Bildung. Es gebe zu wenig Studien dazu, um eine Ungefährlichkeit auszuschließen. Er forderte, strengere Grenzwerte und größtmögliche Abstände zur Wohnbebauung.

Beide Bürgerinitiativen befürchten massive Gesundheitsschäden durch magnetische Felder, die von der Leitung ausgehen. Landwirte sorgen sich um mögliche Ernte- und Wertverluste für ihre Böden.

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Freie Wähler und Bürgerinitiative

Die Diskussion um die geplante 380-Kilovolt-Starkstromleitung geht weiter. Die Freien Wähler in Göttingen und die Bürgerinitiative „Elektro-smog. Nein, danke“ lehnen die aktuellen Planungen, die Trasse auf Göttinger Stadtgebiet unterirdisch zu verlegen strikt ab.

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