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Studie: Shoppen im Supermarkt der Zukunft

160 Probanden Studie: Shoppen im Supermarkt der Zukunft

Vier Wochen lang war der Supermarkt der Zukunft in der Humboldtallee geöffnet. 160 Probanden schickte das Institut für Ernährungspsychologie der Göttinger Uni shoppen, um die Verbraucherakzeptanz von Lebensmitteln mit neuen Eigenschaften zu untersuchen. Das Tageblatt zählte zu den letzten Testeinkäufern. 

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Verkäuferin im Supermarkt der Zukunft: Karin Wegner. 

Quelle: Swen Pförtner

Karin Wegner macht es spannend, verrät nur soviel, wie auch die Testeinkäufer der Studie über den Supermarkt der Zukunft erfahren. Dieser befindet sich hinter einer Tür in der Humboldtallee 32. Das Institut für Ernährungspsychologie untersuche im Rahmen eines Forschungsprojektes im Auftrag des Landes die Beliebtheit verschiedener neuer Lebensmittel, erläutert die Diplomökotrophologin. Die Entwicklung neuer Produkte koste viel Geld, sagt sie, deshalb werde zunächst die Akzeptanz der Verbraucher untersucht. 

„Welche Produkte wünschen sie sich, welche Eigenschaften  kommen an, wie wirken sich Formulierungen auf der Verpackungen auf das Kaufverhalten aus“ – Fragen wie diese sollten die Testeinkäufer beantworten helfen, die in den vergangenen Wochen für die Studie einkauften. 

Die Untersuchung soll nicht nur dem Forschungsverbund Agrar- und Ernährungswissenschaften Niedersachsen bei der Entwicklung von Lebensmitteln mit neuen Eigenschaften dienen. Für Wegner ist sie Teil ihrer Promotion. 

Nach Betreten des Supermarktes der Zukunft erhält der Proband von der 27-Jährigen einen Einkaufszettel und soll seinen Korb etwa mit Rapsöl, Kartoffeln, Margarine, Quark, Kartoffelsticks und Pilzsuppe aus der Dose füllen. Von allen Produkten stehen in dem Regal jeweils zwei Varianten zur Auswahl. Es gibt sogar Preisschilder wie im echten Supermarkt. Schnell werden die Unterschiede klar. Beim Rapsöl zum Beispiel heißt es auf der einen Flasche „Für eine starke antioxidative Abwehr durch besonders hohen Vitamin-E-Gehalt“. Das klingt gesund und landet im Testeinkaufskorb des Tageblattes. Skepsis hingegen bei Angaben wie auf den Kartoffelsticks: „Mit appetithemmenden Protestaseninhibitoren“. Das klingt zwar sehr wissenschaftlich, doch der um 100 Prozent teurere Preis gegenüber der normalen Snacktüte schreckt ab.

Beim Einkauf selbst wie auch beim anschließenden Fragebogen schaut die Forscherin, „ob die Formulierungen Auswirkungen auf die Verbraucherakzeptanz haben“, ob der Kunde glaubt, was draufsteht, oder wieviel Geld mehr der Kunde für ein Produkt mit Zusatznutzen auszugeben bereit ist. 

Der Supermarkt der Zukunft hat Ende Mai geschlossen. Jetzt erfolgt die Auswertung über die Testeinkäufe.  Britta Eichner-Ramm

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