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Studie zu Römerlager-Museum angeschoben

Landrat gibt Konzept in Auftrag Studie zu Römerlager-Museum angeschoben

Der Landkreis Göttingen hat ein Architekurbüro beauftragt, ein Konzept für eine museale und touristische Nutzung des Römerlagers bei Hedemünden zu entwickeln.

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Für Römer-Museum: Thomas Scheffler (Sparkasse Münden), Schermann, Burhenne, Alfons Wüstefeld (Sparkasse Duderstadt) und Detlev Barth (Wirtschaftsförderung Region Göttingen, v. l.).

Quelle: Pförtner

Vorausgegangen seien Beratung und Begehung des Lagers mit Prof. Reinhard Roseneck vom niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, erklärte Landrat Reinhard Schermann gestern weiter.

Die Ziele sind hochgesteckt: Roseneck war bisher unter anderem mit Konzepten für das Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar und das wahrscheinliche Römerschlachtfeld bei Kalkriese betraut und befasst sich zurzeit mit dem Weltkulturerbe Harzer Wasserregal. Mit der Ausarbeitung des Konzepts beauftragt wurde das Architekturbüro Uwe Kleinberg in Braunschweig. Schermann schwebt ein erlebnisorientiertes Besucherzentrum vor und kein traditionelles Museum mit einer Anhäufung von Vitrinen.

Bei der Vorstellung der Pläne brachte Schermann das „Deutsche Auswandererhaus“ ins Spiel: In dem Bremerhavener Museum, das 2007 den Preis Europäisches Museum des Jahres erhielt, werden den Besuchern in aufwendig gebauten Szenarien die verschiedenen Stationen europäischer Auswanderer mit dem Ziel Nordamerika nachgestellt. Als mögliche Variante eines Römer-Museums nannte Schermann denn auch den Nachbau eines Römerlagers. Trotz der erlebnisorientierten Ausrichtung misst Schermann den echten Funden eine herausragende Bedeutung als Ausstellungsstücke bei.

Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne (CDU) betonte, die bisherigen Römerfeste und Ausstellungen seien riesige Erfolge gewesen und belegten das breite Interesse in der Bevölkerung. Abseits solcher Veranstaltungen benötigten Besucher des Lagers aber noch viel Fantasie, um sich das Römerleben vorzustellen.

Die Kosten für die Erstellung des Konzepts, das in einer Präsentationsbroschüre vorgelegt werden soll, halten sich in Grenzen: 56 000 Euro soll die Studie, die Ende Juni vorliegen soll, kosten. Davon trägt der Landkreis 25 000 Euro und der niedersächsische Sparkassen-Zweckverband die gleiche Summe. Die restlichen 6000 Euro bringen die Sparkassen Münden und Duderstadt gemeinsam auf. Das Konzept des Braunschweiger Architekturbüros soll bereits eine Kostenschätzung für das Gesamtprojekt enthalten. Hierbei, so Schermann, müssten auch die Folgekosten im Blick bleiben.

Von Matthias Heinzel

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