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Gesperrte Straßen und dutzende umgestürzte Bäume

Sturmtief „Herwart“ Gesperrte Straßen und dutzende umgestürzte Bäume

Seit der Nacht fegt das Sturmtief „Herwart“ über den Norden. Polizei und Feuerwehren in den Landkreisen Göttingen und Northeim sind seit dem frühen Sonntagmorgen im Einsatz, um Straßen von umgestürzten Bäumen und abgeknickten Ästen zu befreien. Zahlreiche Straßen waren gesperrt. Die Bahn hat den Verkehr eingestellt.

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Wie hier in Gleichen rückten die Feuerwehren in der Region dutzende Male aus, um umgekippte Bäume von den Straßen zu holen.

Quelle: Feuerwehr Gleichen

Göttingen/Northeim. Polizei und Feuerwehren in den Landkreisen Göttingen und Northeim waren seit dem frühen Sonntagmorgen im Einsatz, um Straßen von umgestürzten Bäumen und abgeknickten Ästen zu befreien. Personen kamen nicht zu Schaden, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Straßen mussten vorübergehend gesperrt werden, weil Bäume quer auf der Fahrbahn lagen oder drohten, umzufallen. Die Bahn hatte den Verkehr bis zum Mittag komplett eingestellt.

Am Sonntagnachmittag waren die meisten Straßen wieder freigegeben. Die Kreisstraße 414 zwischen Sudheim und Suterode sowie die K409 zwischen Lagershausen und Elvershausen bleiben nach Polizeiangaben noch bis Montagmorgen gesperrt. In Hann. Münden bleibt unter anderem der Bereich Rinderstall sowie weitere Nebenstraßen bis Montag dicht.

Die Niedersächsischen Landesforsten warnt indes noch immer vor dem Betreten von Wäldern. Neben umgestürzten Bäumen seien auch hängende Äste in wegenahen Baumkronen eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

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Polizei und Feuerwehren in den Landkreisen Göttingen und Northeim sind seit dem frühen Sonntagmorgen im Einsatz, um Straßen von umgestürzten Bäumen und abgeknickten Ästen zu befreien.

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Schlimmeres verhindern konnten Einsatzkräfte auf der Autobahn 7 Richtung Kassel kurz vor Lutterberg am frühen Sonntagmorgen. Vermutlich wegen des starken Windes in Verbindung mit Regen und Dunkelheit hatte ein Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Der BMW mit Kasseler Kennzeichen war nach links von der Fahrbahn abgekommen und in die Mittelleitplanke geprallt. Trümmerteile waren laut Polizei über alle sechs Fahrstreifen verteilt. Als die Polizei am Unfallort eintraf, war der Fahrer nicht mehr da – er hatte sein Fahrzeug ohne es zu sichern auf dem linken Fahrstreifen der Autobahn stehen lassen. Sechs Streifenwagen der Polizei und ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Hann. Münden waren im Einsatz, um die Fahrbahn zu sichern und das Fahrzeug zu bergen. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 130000 Euro.

Zahlreiche Straßen in den Oberharz, darunter die Bundesstraße 4, waren wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Auf dem Brocken warnte der Deutsche Wetterdienst vor „extremen Orkanböen“ mit mehr als 180 Kilometern pro Stunde.

Eine dramatische Situation erlebten laut Polizei zwei Autofahrerinnen aus Bad Sachsa und Ellrich sowie die herbeigerufenen Rettungskräfte auf der Landesstraße 600 zwischen Wieda und Braunlage, als die Wagen der beiden Frauen von umstürzenden Bäumen in kurzer Zeit regelrecht eingekeilt wurden. Die Fahrerin aus Ellrich konnte laut Polizei nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß mit einem umgestürzten Baum zusammen. Die hinter ihr fahrende Frau aus Bad Sachsa konnte anhalten, jedoch befand auch sie sich in einer brenzligen Situation, weil weitere Bäume vom Wind umgeworfen wurden. Die alarmierte Feuerwehr befreite die Frauen aus den Fahrzeugen, die Retter waren dabei selbst in Gefahr, verletzt zu werden, blieben aber unverletzt. Die beschädigten Wagen wurden zunächst stehengelassen. Am Sonntagvormittag mussten sie mit schwerem Räumgerät der Landesforsten geborgen werden.

In Bad Lauterberg beschädigten die Sturmböen das Dach der Firma Hemeyer, große Teile stürzten auf die darunter liegende Scharzfelder Straße und wurden umhergeweht. Dort waren die Feuerwehren der Stadt im Einsatz. Für die Räumungsarbeiten war die Straße von 6 bis 11.30 Uhr vollgesperrt. Menschen kamen laut Polizei nicht zu Schaden.

Wegen umgestürzter Bäume kam auch der Bahnverkehr im Norden zeitweise vollständig zum Erliegen. Die Deutsche Bahn kündigte an, den Fernverkehr in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein bis Montag einzustellen. Die Bahnen von Metronom nahmen am Mittag wieder den Betrieb auf, allerdings komme es noch zu Verspätungen, wie das Unternehmen mitteilte.

Von Verena Schulz und Martin Baumgartner

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