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„Superplatz“ mit Freiheit und Kaffeetaste

Wohnmobilhafen Hardegsen „Superplatz“ mit Freiheit und Kaffeetaste

Beagle Kalle passt gut auf, wer kommt. Für das Wochenende ist er mit seinem Herrchen Hartmut Langenham und dessen Frau nach Hardegsen gekommen. Die Kurzurlauber wollen den neuen Wohnmobilhafen am Naturdenkmal Steinbreite ausprobieren.

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„Das ist ja ein Superplatz“: Ingrid und Helmut Tamminga sind begeistert von dem Wohnmobilhafen in Hardegsen.

Quelle: Heller

„Zu Hause gibt es doch immer was zu tun“, sagt der Mann im Freizeitlook. Nur unterwegs könnten sie richtig ausspannen. Seit 30 Jahren ist das Paar regelmäßig mit dem Wohnmobil unterwegs. In der Zeitschrift „Pro Mobil“ hätten sie den Platz in Hardegsen gesehen und wollten ihn einfach einmal ausprobieren. „Vorbildlich“ nennt Langenham ihn nach Ansicht. „Da können sich viele Gemeinden eine Scheibe abschneiden“, meint der 57-Jährige. Es sei sehr ruhig und mit etwas Platz, um Tisch und Stühle aufzustellen, hätten die Nutzer genug Freiheit. „Das spricht sich rum“, sagt er voraus. Für Hardegsen keine schlechte Prognose. Denn „man geht ja auch einkaufen“, sagt der Gast aus Goslar.

Etwa acht Fahrzeuge pro Woche hat „Hafen-Betreuer“ Norbert Riehn seit der Eröffnung im März gezählt. Und das, obwohl der neue Platz an der Steinbreite mit 15 Stellplätzen noch nicht im ADAC-Atlas aufgenommen sei. Aus Frankreich, Italien und der Schweiz, aus Dänemark und Schweden kommen die Besucher. „Es läuft sehr viel über Mundpropaganda“, sagt der Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. Im Sanitärhäuschen hat Riehn sein kleines Büro. Hier stellt er die Rechnungen aus, hier wechselt er regelmäßig den Pincode für die Duschen. Ein besonderer Service: Die Kaffeetaste. Auf Knopfdruck können sich die Gäste gratis Wasser für eine Kanne Kaffee holen. In Planung ist eine Infotafel mit Stadtplan und Restaurantführer. Auch ein Internetzugang soll den Wohnmobilisten in Hardegsen bald angeboten werden. „Es gab schon Nachfragen“, sagt Riehn.

Jeden Abend geht er mit seinem Hund Trixie an dem neuen Platz vorbei. Morgens sieht er auf dem Weg zur Arbeit nach dem Rechten. Wenn jemand da ist, sagt er seiner Frau Bescheid. Dann erledigt sie die Formalitäten mit den Gästen. Während er sich um die Außenanlagen kümmert, hält sie die Sanitäranlagen sauber.
Beagle Kalle wird wieder wachsam. Kurz nach 10 Uhr kommen innerhalb von wenigen Minuten zwei Fahrzeuge auf den Platz gefahren. Wohnmobilisten aus dem Raum Göttingen nutzen das Angebot, um den Trinkwassertank aufzufüllen. „Das ist ja ein Superplatz“, ruft die Frau aus dem zweiten Wohnmobil begeistert, während sie über die befestigte Rasenfläche schlendert.

Ingrid (69) und Helmut (72) Tamminga sind auf dem Heimweg ins Karlsruher Land. In Nörten-Hardenberg haben sie am Hallenbad übernachtet. Auf ihrem Abstecher nach Fredelsloh seien sie auf die Schilder zum Hardegser Wohnmobilhafen gestoßen und wollen sich den Platz einmal ansehen. „Der ist ja großzügig“, lobt Ingrid Tamminga. „Hoffentlich bleibt er so schön sauber.“ Seit zwölf Jahren sind die beiden Wohnmobilisten. Für ihre Reisen in den Norden werden sie sich den von Bäumen umrahmten Platz in Hardegsen wohl merken.

Von Ute Lawrenz

  Hafen an Land
  Der Wohnmobilhafen Hardegsen wurde im März 2010 eröffnet. Die Baukosten beliefen sich auf 150 000 Euro. Das Projekt aus dem integrierten ländlichen Entwicklungskonzept erhielt neben EU-Fördermitteln in Höhe von 65 000 Euro auch rund 51 000 Euro vom Landkreis Northeim. Der Platz am Naturdenkmal Steinbreite liegt in unmittelbarer Nähe zu Wildpark, Burganlage, Freibad, Kurpark und Innenstadtbereich.
Auch im benachbarten Nörten-Hardenberg ist die Hallenbad-Genossenschaft dabei, einen kleinen Stellplatz für Wohnmobile einzurichten. Im Spätsommer soll er eröffnet werden. Der Ortsrat unterstützt das Projekt mit 5000 Euro. enz
  Platz an der Eiswiese
  Auch in Göttingen gibt es einen Wohnmobilhafen – auf der Eiswiese. Im Jahr 2005 wurde er eröffnet, seitdem steigen die Besucherzahlen jährlich. Wie Angelika Weidele von der Göttinger Sport- und Freizeit-GmbH erklärt, waren es im ersten Jahr 200 Mobile, die dort Station machten. 2006 waren es 1949, 2007 bereits 2842 und im Jahr 2008 verbuchte die GöSF 3553 Wohnmobilstops. Im vergangenen Jahr waren es 4776. „In diesem Jahr machten bis jetzt 2600 Wagen Station auf der Eiswiese“.
„Verstärkt kommen die Wohnmobile in der Zeit von April bis August und dann wieder in den Herbstferien“, sagt Weidele.
Die meisten Besucher kommen aus Deutschland. Aber auch Besucher aus Belgien, Finnland, Frankreich, Großbritannien , Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden, der Schweiz und Spanien zählten zu den Gästen. Durchschnittliche Übernachtungszeit: „Ein bis drei Nächte“, so die GöSF-Mitarbeiterin. Die Gäste seien „ganz unterschiedlich, von ganz jungen Leuten bis hin zu Rentnern“. Im vergangenen Jahr rückte zwischen Weihnachten und Silvester gleich eine Rentnergruppe mit 20 Wagen an, die in Göttingen den Jahreswechsel gefeiert haben. bib
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