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Tageblatt-Umfrage: Wie zufrieden sind Göttinger Jugendliche?

Klagen auf hohem Niveau Tageblatt-Umfrage: Wie zufrieden sind Göttinger Jugendliche?

Die deutsche Jugend ist wohlhabend, doch unzufrieden – so lassen sich die zentralen Erkenntnisse einer jüngst veröffentlichten Studie des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, Unicef, zusammenfassen. Befragt nach der persönlichen Zufriedenheit landen die deutschen Jugendlichen auf Platz 22 der 29 untersuchten Nationen. Doch wie sehen das Göttinger Jugendliche?

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Sorgen um Zukunft und Ausbildung sind Unzufriedenheitsfaktoren für Jugendliche.

Quelle: dpa (Symbolbild)
Sehr zufrieden ist Friederike Feindt mit ihrem Leben. „Ich habe die Ergebnisse der Studie auch verfolgt und bemerkt, dass wir eigentlich auf einem hohen Niveau klagen“, sagt die 15-Jährige. Sie könne es verstehen, wenn Jugendliche in Spanien und Griechenland pessimistischer seien. Doch rangieren gerade diese von der Finanzkrise am stärksten betroffenen Länder bei der Zufriedenheit unter den Top-Fünf der Studie. „In meinem Umfeld gibt es aber schon einige, die unzufrieden sind“, sagt Friederike. Gründe hierfür seien familiäre Probleme, Zukunftsängste oder schulischer Stress.
Die schulische Situation ist auch für Ellea Liedke der einzige Grund, kurz Unzufriedenheit zu äußern. Sie besucht zurzeit die achte Klasse des Max-Planck-Gymnasiums und findet die Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre nicht gut. „Es ist anstrengender und geballter“, sagt die 14-Jährige. Grundsätzlich sei sie aber zufrieden mit ihrem Leben und blicke positiv in die Zukunft.
Mathis Bockelmann kann auch nicht verstehen, warum recht viele Leute unzufrieden mit ihrem Leben sind. „Viele vergleichen sich einfach mit anderen und denken, dass sie nicht so gut dastehen“, sagt der Zehntklässler. Er findet, dass viele Jugendliche heutzutage zu sehr verwöhnt werden und somit immer mehr haben wollen, anstatt zufrieden zu sein.
Auch die Medien haben einen Anteil daran, dass manche Jugendlichen sich nicht wohl fühlten, findet Miriam Hoppertz. „Es wird häufig gezeigt, dass man perfekt sein soll. Aber da keiner perfekt ist, entsteht die Unzufriedenheit.“ Das ständige Vergleichen verunsichere viele. Die 15-Jährige ist selbst zufrieden mit ihrer Situation. Vor einem halben Jahr erst nach Göttingen gezogen, hat sie schnell Anschluss gefunden und fühlt sich wohl. „Alles in allem ist es doch zufriedenstellend.“

cp

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