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Taggi, die Göttinger Radler und vergiftete Hühnerbeine

Wochenendkolumne Taggi, die Göttinger Radler und vergiftete Hühnerbeine

Morgen gehen sie wieder mal an den Start, die Teilnehmer der Tour d`Energie, der größten Radtour in der Region (mittlerweile gehört sie zu den großen Events dieser Art in Deutschland). Seit zwei Jahren dabei: die kleinen Radler.

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Quelle: EF

Ihre beiden Taggi-Touren, ­ benannt nach dem Maskottchen der Tageblatt-Kinderseite, ­ begeistern die Zuschauer wieder einmal an der Bürgerstraße. Derweil die mehr als 3500 erwachsenen Radfahrer auf die zwei großen Strecken gehen. Lautstarke Tageblatt-Ratschen gibt es natürlich auch wieder _ die erfreuen sich in jedem Jahr einer riesigen Nachfrage.

Großes Interesse  gibt es im Internet derzeit unter einer Adresse, die sich mit den (angeblichen) Funden von vergifteten Hundeködern beschäftigen. Auch wenn für Göttingen dabei vergiftete Hühnerbeine und Rasierklingen im ausgelegten Futter gemeldet werden und  die Erregung im sozialen Netzwerk darüber hochkocht: Keine der bisherigen Meldungen hat einer offiziellen Prüfung standgehalten.

Weshalb es ein wenig an die so genannten urban legends erinnert, die der frühere Göttinger Volkskunder Rolf Brednich gesammelt hat und 1990 erstmals mit dem Titel „Die Spinne in der Yucca-Palme“ veröffentlichte. Auch hier ging es immer um glaubhafte Geschichten, die man vom Hörensagen kannte. Also vor den Zeiten des Internet.

Dort wird heute alles sofort vermeldet, auf Facebook gepostet und von sehr vielen Menschen eben auch als bewiesen übernommen. Was die Hunde-Gift-Story angeht, sei folgendes empfohlen: Sollen sie so etwas finden, nehmen sie es mit zur nächsten Polizeistation! Erst so wird ein solches Verbrechen amtlich und polizeilich untersucht.

Vom zufälligen Mithören in einem Biergarten weiß ich seit der vergangenen Wochen nun auch, dass das Tageblatt immer wieder gerne erwähnt wird, wenn es um das Sammeln von Unterschriften gegen die geplanten Neubauten auf dem Gelände des ehemaligen IWF am Nonnenstieg geht.

Moderne Variante des Wutbürgers

Da geht der Werber von Unterschriften gegen diese Planungen doch an den Biertischen herum und fragt, wer denn bitte unterschreiben wolle: „Im Tageblatt haben Sie das sicher gelesen.“ 3500 Unterschriften will ein eigens dafür gegründeter Verein zusammenbringen, um den Rat zu einer nochmaligen Überprüfung der Pläne zu bewegen. Während der Investor selbst inzwischen erklärt hat, sein Vorhaben noch einmal überarbeiten zu wollen.

Interessant ist an diesem Bürgerverein für den Nonnenstieg, dass er aus einer Bürgerinitiative entstanden ist. Die es weiterhin auch noch gibt ­ und die sich entschieden gegen den Verein ausspricht. Weshalb wir die recht einmalige Situation haben, dass zwei sich nicht vertragen, aber dann doch das selbe Ziel verfolgen.

Einig sind sie alle darin, dass wir es hier mit der modernen Variante des Wutbürgers zu tun haben. In englischsprachigen Ländern gibt es das natürlich auch. Dort allerdings tragen solche Initiativen eine andere Bezeichnung: „Nimby“. Die Kurzfassung für „Not in my Backyard“ (Nicht in meinem Hinterhof). Das meint zwar exakt das gleiche gesellschaftliche Phänomen, klingt aber doch viel netter ...

Nett war es diese Woche auch im Kaufpark , wo es um die Partnerschaften in Stadt und Landkreis und deren Aktivitäten ging. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer und Landrat Bernhard Reuter, beide in der SPD und sich in vielen Fragen nicht gerade einig, traten dafür immerhin mal gemeinsam und partnerschaftlich auf.

Lange wird ihre zwiespältige Parteifreundschaft ohnehin nicht mehr auf die Probe gestellt werden müssen: Meyer hört im Herbst 2014 auf. Und wie es heißt, soll in diesem Herbst eine interne Findungskommission zusammentreten. Die jetzt schon eine Befürchtung eint:

Weit und breit kein so richtig geeigneter Kandidat in Sicht. Da macht es die Sache nicht besser, dass es den Christdemokraten mit der Suche nach einem OB-Kandidaten auch nicht besser geht.

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Wochenendkolumne
Tageblatt-Chefredakteurin Ilse Stein.

Das Tageblatt hat ein Heft herausgegeben mit dem schönen Titel „Rätselspaß“. Gedacht für Abonnenten, die das 40-Seiten-Büchlein kostenlos in den Geschäftsstellen abholen können (Nichtabonnenten zahlen einen Euro). Für laue Sommertage, so wir denn welche haben werden, sicher ein ideales Vergnügen. Eher rätselhaft ist uns derzeit hingegen mal wieder die Neuauflage des Dudens, immerhin die 26.

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