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Temperaturen: Amphibienwanderung im Landkreis Göttingen

Vorsicht: Kröten unterwegs Temperaturen: Amphibienwanderung im Landkreis Göttingen

Wenn bei feuchter Witterung das Thermometer über fünf Grad klettert, krabbeln sie los. Erdkröte, Grasfrosch, Springfrosch und Feuersalamander steuern zum Zwecke der Fortpflanzung ihre Laichgewässer an.

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Werden in der Laichzeit zu tausenden Opfer des Straßenverkehrs: Kröten und andere Amphibien.

Quelle: Nabu/Fieber

Göttingen. Nicht nur auf Hauptverkehrsstraßen, auch auf Nebenstrecken endet für viele Amphibien die Wanderung tödlich: Bis zu 90 Prozent der Erdkröten etwa würden überfahren, schätzt der Naturschutzbund (Nabu) Deutschland.

Auch im Landkreis Göttingen kreuzen wandernde Amphibien viele Straßen. Vier davon werden zum Schutz der Tiere nachts gesperrt. An anderen Strecken werden Warnschilder oder Krötenzäune aufgebaut.

Die Hauptwanderzeit der kleinen Tiere erstreckt sich von 19 bis 24 Uhr. Beim Überqueren einer Asphaltstrecke, die zwischen ihrem jeweiligen Lebensraum und dem Gewässer liegt, in dem sie ihren Laich ablegen, schweben sie minutenlang in Lebensgefahr.

Nähert sich ein Auto, erstarren sie zudem erschreckt im Licht der Scheinwerfer. Tausende von Amphibien werden so in der Region getötet.

Durch Fangzäune, die Naturschützer im Umfeld der Laichgewässer an den Straßenrändern der Region aufstellen, sollen Kröten, Frösche und Molche am Betreten der Fahrbahn gehindert werden.

Aufbau und Kontrollen zum Schutz

Beim Versuch, das Hindernis zu umgehen, fallen die Amphibien in Eimer, die im Erdreich versenkt und täglich mindestens einmal kontrolliert und auf der gegenüberliegenden Straßenseite ausgeleert werden müssen. Für Aufbau und Kontrollen zum Schutz der Amphibien suchen die Naturschutzgruppen in der Region noch ehrenamtliche Helfer.

Gleichzeitig appelliert der Landkreis Göttingen an alle Autofahrer, auf den betroffenen Straßen besonders in feuchtwarmen Nächten bis Mitte April rücksichtsvoll zu fahren. Gekennzeichnet werden die Strecken mit Hinweisschildern „Vorsicht Krötenwanderung“.

An extrem gefährdeten Stellen  im Landkreis wird zudem nachts von 19 bis 7 Uhr Tempo 50 angeordnet.

Vollsperrung in Hauptwanderungsnächten

Vier besonders amphibienreiche Abschnitte werden in den Hauptwandernächten von 19 bis 6 Uhr mit Schranken vollgesperrt: die Straßen zwischen Klein Schneen und Friedland, Gelliehausen und Appenrode, Dahlheim und Nieste und die Straße Auf dem Osterberg in Bilshausen.

Die untere Naturschutzbehörde hat Autofahrer um Verständnis gebeten, dass sich ihr Weg zugunsten des Amphibienschutzes um einige Minuten verlängert. Umleitungen für die gesperrten Abschnitte seien ausgeschildert.

Bundesweit sind Informationen über den Krötenschutz und regionale Schutzmaßnahmen über die Internetpräsenz nabu.de und die Seite amphibienschutz.de einsehbar.

Auskünfte über regionale Maßnahmen und Naturschutzgruppen erteilt die untere Naturschutzbehörde unter Telefon 05 51 / 52 54 49.

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