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Theater-Gerüchte und Naturwunder

Wochenendkolumne Theater-Gerüchte und Naturwunder

Mehr als 40 Jahre haben Kinder die Aufführungen der Göttinger Volksbühne auf der Waldbühne Bremke gerne erlebt. Damit ist nun Schluss. Und selbst die längst erwachsene Tochter im fernen Schottland trauert mit.

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Ilse Stein, Tageblatt-Chefredakteurin.

Quelle: CR

Göttingen . Trauer auch um das Göttinger Innenhof-Festival, das  zum 16. Mal an diesem Wochenende stattfindet. Aber auch zum letzten Mal. Denn das Gelände rund um die alte Scheune, die normalerweise als Parkhaus vermietet ist, wurde verkauft. Hier sollen Wohnräume entstehen. Für das Theater ist künftig also kein Platz mehr. Um eine neue und passende Location zu finden, wie das ja neudeutsch heißt,  bedarf es wohl einiger Kreativität. So zentral gelegen findet sich, so steht es zu befürchten, kein passender Spielort mehr.

Gut, dass es in Göttingen mit DT und JT weiterhin zwei größere Theater gibt. Noch. Denn die Diskussion um Fusion, vornehmerweise lieber Zusammenarbeit genannt, geht weiter. Angesichts leerer Kassen, fehlender Subventionen also, ist das kein Wunder. Für einen Menschen aber kann diese Debatte etwas durchaus Positives sein. Dem DT-Intendanten Mark Zurmühle, seit nunmehr 13 Jahren auf diesem Posten, könnte diese angestrebte Fusion  die Jobverlängerung retten. Noch vor der Sommerpause waren sich die Rats-Parteien „eigentlich“ einig: Es sei Zeit für einen neuen Intendanten. Da dieser das vertragliche Recht hat, dies auch frühzeitig zu erfahren, hätte man ihm dies bereits im August mitteilen müssen. Wegen Ferienzeit und dann doch nicht ganz einheitlicher Vorstellungen über die Verlängerung wurde dieser Termin auf Ende September verschoben. Wie das manchmal so ist, wenn ein wenig Zeit vergeht: Jetzt sieht die Tendenz anders aus.

Der Vertrag von Zurmühle soll um weitere zwei Jahre verlängert werden. In dieser Zeit könne die angestrebte Zusammenarbeit/Fusion zwischen Jungem und Deutschem Theater forciert werden – die er nach Angaben der Politiker ja so gut vorantreibe. Außerdem habe man genügend Vorlauf, um einen angemessenen Nachfolger in Deutschland zu finden. Nur eines werde man wohl in den neuen Vertrag einfließen lassen, so hieß es aus Kulturkreisen: das Deutsche Theater nicht weiter wie ein kleines Familienunternehmen zu führen, in dem Ehefrau (hinter der Bühne) und Sohn (auf der Bühne) kräftig mitspielen. Wir sind gespannt, was passiert, wenn es dann soweit ist mit dem neuen Vertrag, wenn wieder ein wenig Zeit vergangen ist...

Dafür wird heute erst mal kräftig gefeiert im Deutschen Theater. Zum Spielzeitstart ist Tag der offenen Tür zwischen 14 und 18 Uhr: ob in der Tischlerei oder der Kostümschneiderei. Dazu jede Menge Theateraufführungen, Kinderprogramm und um 19 Uhr die Spielzeit-Revue „Bleibt alles anders“. Ein schön passender Titel.

Noch bis zum 12. September sucht übrigens  die Heinz Sielmann Stiftung aus dem Eichsfeld bundesweit „Deutschlands schönste Naturwunder“, genauer gesagt: „Geotope – Fenster zur Erdgeschichte“. Im Internet kann man unter 30 ausgewählten Orten abstimmen, ­ wobei zwei davon in der Region zu finden sind. Da ist einmal die Einhornhöhle im Südharz mit ihren Eiszeitfunden und zum anderen die Rhumequelle, eine der größten Karstquellen Mitteleuropas. Wer mitmachen will: sielmann-stiftung.de/naturwunder.

Wer noch Wochenendtipps benötigt und nicht mit Einschulungs-Partys beschäftigt ist, die Auswahl ist groß. Unter anderem: Kirmes in Groß Schneen und Rosdorf beispielsweise, Sonntag Tag des offenen Denkmals  und und...

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Die Schauspielerin Eva Mattes hat vieles erreicht, wahrscheinlich mehr als die meisten ihrer Kollegen. Man könnte zum Beweis dieser These nun ihre prestigeträchtigsten Filmengagements und ihre skandalösesten Theaterproduktionen nennen, aber vielleicht reicht es einfach zu sagen, dass sie bereits in jungen Jahren in Senta Bergers Badewanne gelegen hat.

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