Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Auf Göttingens ältester Grünanlage spazieren

Göttinger Wall Auf Göttingens ältester Grünanlage spazieren

Was kann man in und um Göttingen herum so alles unternehmen? Die Tageblatt-Redaktion stellt 333 Dinge vor, die man in der Region gemacht haben sollte. Heute: ein Spaziergang auf dem Göttinger Wall.

Voriger Artikel
Romanisches Juwel an der Weser
Nächster Artikel
Selbstgemachte Pralinen: Bäckerei Tautz in Adelebsen

Zu jeder Jahreszeit lohnenswert: Spaziergang auf dem Göttinger Wall rund um die Altstadt.

Quelle: Hinzmann

Die älteste Grünanlage Göttingens und zugleich das bedeutendste Gartendenkmal der Stadt – das ist der Stadtwall. Im 15. Jahrhundert als Festungsbauwerk errichtet, wurde er im 18. Jahrhundert vor allem auf Bestreben der 1734 gegründeten Universität zur Grünanlage umgestaltet. So entstand eine doppelreihige Allee aus 460 Sommerlinden, später kamen Steintische und Bänke hinzu.

Wie ein grüner Gürtel legt sich der etwa 2,8 Kilometer lange Wall heute um die Göttinger Innenstadt – und ist bei Spaziergängern und Joggern gleichermaßen beliebt. Ob sommers oder winters, zu jeder Jahreszeit lohnt sich ein Gang über diese altehrwürdige Anlage. Schließlich stellt sie auch eine Verbindung dar zu anderen Grünanlagen wie dem Alten Botanischen Garten, dem Cheltenhampark oder dem Rosarium. Ferner hat man an einigen Stellen einen einzigartigen Blick auf das Stadtgebiet Göttingens. In unmittelbarer Nähe des Walls befindet sich zudem ein architektonisches Relikt aus alten Zeiten: das Bismarckhäuschen, der letzte noch erhaltene Turm des äußeren mittelalterlichen Befestigungsrings der Stadt. Sein Name geht auf Reichskanzler Otto von Bismarck zurück, der hier während seiner Studienzeit in Göttingen ein halbes Jahr lang wohnte. Im Turm befindet sich ein kleines Museum.

Bis heute wurde der Wall immer wieder verändert, auch der Baumbestand. Neben verschiedenen Lindenarten prägen Ahorn, Robinien, Eichen und Buchen das Bild. Von den ersten Linden existiert nur noch eine. Ihr geschätztes Alter: 243 Jahre. Bei einem Spaziergang auf dem Stadtwall – dem einzigartigen Natur-, Bau- und Kulturdenkmal Göttingens – ist der Baum, der ihn einst als Grünanlage begründete, leicht zu finden – in der Nähe des Bismarckhäuschens.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Von Redakteur Andreas Fuhrmann

Der Wochenrückblick vom 2. bis 8. September 2017