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Göttingens Geschichte in archäologischen Fenstern

Geschichte schauen Göttingens Geschichte in archäologischen Fenstern

Die Tageblatt-Redaktion stellt 333 Dinge vor, die man in der Region gemacht haben sollte. Heute: durch archäologische Fenster in die Geschichte der Stadt Göttingen schauen.

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Dienten im Spätmittelalter dem Kochen und Heizen: Feuerstellen, geschützt durch Glas zu sehen bei Jack Wolfskin.

Quelle: Hinzmann

Im Cinemaxx konnte man sich früher nicht nur während der Vorführung eines Horrorfilms erschrecken, sondern bisweilen schon auf dem Weg dorthin. Denn auf dem Kino-Mittelgang tauchten urplötzlich Gitter im Fußboden auf, durch die menschenähnliche Puppen im Dämmerlicht zu sehen waren – ein Hinweis auf die Arbeitsgruben des Eisenbahnrichtwerks, das sich hier einst befand. Die Puppen gibt es mittlerweile nicht mehr, die vergitterten Gruben schon.

Noch tiefer in Göttingens Geschichte kann man im Geschäft Jack Wolfskin in der Langen Geismarstraße 41 eintauchen. Unter einer Panzerglasplatte im Fußboden befinden sich zwei Feuerstellen aus dem 15. Jahrhundert. Ob der Besonderheit des Fundes spricht die Stadtarchäologie hier von einem „archäologischen Fenster“. Ein weiteres befindet sich im Holbornschen Haus, Rote Straße 34. Es zeigt unter anderem den ehemaligen Fußboden aus Ziegeln. Und in der Sparda-Bank, Groner Straße 24, ist unter einer Verglasung eine alte Sandsteinrinne zu sehen. Überdies gibt es im Stadtgebiet vier alte Brunnen, die in der Regel mit Glasplatten abgedeckt sind, damit man in ihr Inneres schauen kann. Sie stehen am Kreishaus (Bürgerstraße/82er-Platz), am Uni-Campus (Weg zur neuen SUB), im Lichtenberghof (Papendiek 14) und in der Hospitalstraße zwischen der Alten Chemie und dem Ärztehaus.

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