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Grüne Botschaften am Göttinger Nachthimmel

Laser-Telegraf Grüne Botschaften am Göttinger Nachthimmel

Die Tageblatt-Redaktion stellt 333 Dinge vor, die man in der Region gemacht haben sollte. Heute: der Laser-Telegraf.

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Auf historischen Wegen: Der grüne Laser zeichnet die alte, von Gauß und Weber installierte Telegrafenleitung nach.

Quelle: Hinzmann

Die rund 1,2 Kilometer lange Strecke zwischen der historischen Sternwarte in der Geismarlandstraße und der Johanniskirche ist geschichts-trächtig: Zwischen den beiden Gebäuden schickten sich 1833 die beiden Göttinger Wissenschaftler Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Weber Botschaften und nutzten dafür den von ihnen entwickelten elektromagnetischen Telegrafen und legten damit den Grundstein für die moderne Telekommunikation.

Heute zeichnet Abend für Abend ein Laserstrahl die Strecke nach und sendet bereits seit November 2007 verschlüsselte Botschaften von der Sternwarte über das Dach der Volksbank zur Johanniskirche. Der Firmenverbund Measurement Valley hat den Laser installiert und betreibt ihn heute auch.

Der moderne Nachkomme der Telegraphenleitung nutzt für seine Botschaften nun genau den Code, den auch schon Gauss und Weber benutzt haben. Jeden Abend beginnt der Laser zur übernächsten vollen Stunde nach Sonnenuntergang zu leuchten. Der Laser sendet dann für zwei Stunden. Er versendet Botschaften, die mit einem von Gauß und Weber entwickelten Code verschlüsselt sind: Jeder Buchstabe wird als Abfolge von kurzen und langen Lichtsignalen dargestellt. Zwischen ihnen gibt es eine kurze Pause. Alle zehn Minuten wird die Nachricht erneut gesendet. (+) steht im Folgenden für kurze und (-) für lange Lichtsignale.

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