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Magische Zahl auf italienischem Knollenkalk

Pi Magische Zahl auf italienischem Knollenkalk

Die Tageblatt-Redaktion stellt 333 Dinge vor, die man in der Region gemacht haben sollte. Heute: Das wachsende Kunstwerk Pi in Nörten.

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Fasziniert von der „unendlichen Zahl“: Bilian Proffen mit einer Pi-Gehwegplatte.

Quelle: Mischke

Wenn Zahlen ein Zuhause hätten, würde die Zahl Pi wohl in Nörten wohnen. Auf Gehwegplatten macht die magische Zahl ihren Weg durch den Ort und über seine Grenzen. Das Kunstwerk, das der Nörtener Raumausstatter Bilian Proffen mit der Zahl erdachte, „wird irgendwann weltumspannend sein“. Und Nörten-Hardenberg, so Proffen, ist die Basis.

Zum Nörtener Frühjahrsmarkt im Mai 2003 hat Proffen die erste Platte verlegen lassen. Schon drei Jahre hatte er sich mit Pi beschäftigt, war fasziniert von den Facetten dieser „unendlichen“ Zahl, die das Verhältnis vom Kreisumfang zum Kreisdurchmesser beschreibt. Proffen entwickelte die Idee, eine Gehwegplatte für jede Stelle hinterm Komma zu verlegen. Steinmetz Christoph Wolf aus Göttingen fertigt die Platten aus italienischem Knollenkalk, die nicht nur die Nachkommastellen zeigen.

Ein Brot im R in der Langen Straße 22 erzählt von der Bäckerei der Familie Ropeter. Einen Bienenkorb auf Stein hat jüngst ein Imker zum Geburtstag bekommen. Andere Platten verweisen auf die Ortsgeschichte. Proffen hat außerdem einen Farbcode erdacht, um die Zahl auch visuell dazustellen. Die Pi-Farbfolge schmückt das Hallenbad Nörten.

Ein wenig Unendlichkeit, so beschrieb es Proffen bei der Verlegung der ersten Platte, wolle er nach Nörten bringen. Kein Problem scheint das angesichts von fünf Billionen Stellen, die bis heute hinter dem Komma berechnet wurden. „Stolpersteine sollen die Platten nicht sein“, sagt der „Freund der Zahl Pi“, „aber sie lassen etwas von der Unberechenbarkeit des Lebens unter den Füßen spüren.“

Am internationalen Pi-Tag, 14. März, (im dritten Monat, am 14. oder 3,14) um 13.08 Uhr strahlt das Deutschlandradio einen Beitrag über Pi in Nörten aus.

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