Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Tillyschanze in Hann. Münden: Kleiner Grenzverkehr mit Aussicht

Ausflugsziel Tillyschanze in Hann. Münden: Kleiner Grenzverkehr mit Aussicht

Was kann man in und um Göttingen herum so alles unternehmen? Die Tageblatt-Redaktion stellt 333 Dinge vor, die man in der Region gemacht haben sollte. Heute: die Tillyschanze oberhalb von Hann. Münden besuchen.

Voriger Artikel
Vom Luginsland zum Rätsel des Brockenleuchtens
Nächster Artikel
Sprung aus (fast) zehn Metern Höhe

Aussichtsturm hoch über Hann. Münden: Tillyschanze.

Quelle: Heller

Hann. Münden. Bereits vor mehr als 100 Jahren war die Tillyschanze, 90 Meter oberhalb der Stadt Hann. Münden ein beliebtes Ausflugsziel. Und auch heute noch lohnt es sich, ins niedersächsisch-hessiche Grenzgebiet vorzudringen – nicht nur wegen der tollen Aussicht vom Turm auf die nahe Altstadt und die drei Flüsse. Direkt neben dem Tillyschanzen-Turm befindet sich die gleichnamige Waldgaststätte.

Während der Aussichtsturm auf niedersächsischem Grund und Boden steht, gehören Biergarten und Gaststätte zur hessischen Gemeinde Reinhardswald – flächenmäßig die zweitgrößte in Hessen und insofern besonders, als dass es hier keinen Bürgermeister und auch keine Postleitzahl gibt. Reinhold Heck und Marlies Scheffler führen die Gaststätte und sorgen bei Wahlen regelmäßig für eine 100-prozentige Wahlbeteiligung.

Der Turm wurde in den Jahren 1881 bis 1885 erbaut. Der Massivbau besteht aus einem burgartigen Anbau, mit einem seitwärts verbundenen Wart- und Aussichtsturm. Eine Wendeltreppe führt zunächst auf eine Aussichtsterrasse über dem Anbau und dann auf die obere, 25 Meter hohe Aussichtsplattform.

Der obere Raum des Anbaus, einst Nischenstube genannt, war zur Aufnahme der Sammlung des Mündener Malers und Bildhauers Gustav Eberlein gedacht. Ein Relief des Künstlers ist heute im oberen Turmzimmer zu sehen. Es zeigt die Verteidigung der Stadt Hann. Münden im 30-jährigen Krieg. Auf die Erstürmung der Stadt durch Johann Tserclaes Graf von Tilly im Jahre 1626 geht auch der Name des Aussichtsturms zurück.

Im Turmzimmer befand sich einst die sogenannte „Alterthümersammlung“, die heute im Museum im Welfenschloss gezeigt wird. Einige der „Alterthümer“ jedoch finden sich noch heute rund um den Turm an der Tillyschanze: eine Urne mit Urnendeckel aus dem 17. Jahrhundert zum Beispiel, oder die geheimnisvolle Steinbüste der Katharina in der Turmmauer.

Die Tillyschanze ist zu Fuß zu erreichen. Man läuft vom Parkplatz Tanzwerder über die Hängebrücke, die die Fulda überquert, den Fischerweg entlang zur Bundesstraße 3, die an der Fußgängerampel überquert wird. Nach wenigen Metern nach links weist an einer Treppe ein Schild den weiteren Weg über einen schmalen Pfad zum Waldrand und von dort aus links hinauf.

Die Tillyschanze ist in der Sommersaison (Ostern bis Oktober) dienstags bis Sonntags  ab 11 Uhr und in der Wintersaison (November bis Ostern) freitags bis sonntags ab 11 Uhr geöffnet; Telefon 05541/1890.

Weitere Informationen im Internet unter tillyschanze.de.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Politiker zu Gast

4000 Menschen waren dabei, als am 21. Juni 1973 die Ampel für den sogenannten kleinen Grenzverkehr von Rot auf Grün umsprang und den Weg für die ersten Pendelbusse freigab. 40 Jahre nach Eröffnung der Grenzübergangsstelle Duderstadt/Teistungen (GÜSt) ist am Freitag im Grenzlandmuseum Eichsfeld eine Sonderausstellung eröffnet worden.

mehr
Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

Bilder der Woche vom 7. bis 13. Oktober 2017