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Wege des Göttinger Wassers: Von der Quelle bis zum Hahn

Göttinger Wassergewinnungsanlagen Wege des Göttinger Wassers: Von der Quelle bis zum Hahn

Die Tageblatt-Redaktion stellt 333 Dinge vor, die man in der Region gemacht oder besucht haben sollte. Heute: eine Führung in einer der Göttinger Wassergewinnungsanlagen.

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Weendespring: Einst nutzten Mönche das Weender Quellwasser für die Klosterbrauerei.

Quelle: Vetter

Hahn auf, und schon sprudelt das Göttinger Trinkwasser heraus. In guter Qualität, und in ausreichender Menge. Rund acht Millionen Kubikmeter Trinkwasser fließen jährlich durch das 493 Kilometer lange Göttinger Trinkwassernetz zu den Kunden. Woher das kostbare Nass stammt, und wie es von der Quelle bis zum Endverbraucher gelangt, lässt sich bei einer Führung in einer der drei Versorgungsanlagen erkunden. Die nächste Gelegenheit dazu besteht am Freitag, 8. April. Zwischen 15 und 17 Uhr öffnen die Stadtwerke Göttingen das Wasserwerk Weende, oberhalb der Straße Am Weendespring. Es ist die kleinste Göttinger Anlage zur Wasserförderung.

Gezeigt werden drei Stationen. Zunächst ist da die Wassergewinnungsanlage beim Quellteich. Hier stand früher die Klosterbrauerei, und auch das Weender Freibad wurde einst mit dem Quellwasser versorgt. Die ersten Brunnen wurden in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts gebaut. Knapp zehn Minuten Fußweg entfernt wird als zweiter Besichtigungspunkt die Harzwasser-Übernahmestation zu sehen sein. 1980 wurde diese zu Beginn der Trinkwasserlieferung aus der Sösetalsperre gebaut. Die 40 Kilometer lange Leitung hat einen Durchmesser von 80 Zentimetern. 25 000 Kubikmeter Harzwasser fließen hier täglich durch und treiben seit 2001 eine Rohrturbine an, die 700 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt. Schließlich sehen die Besucher noch die Mischstation, in der ein Blick auf die Mischbecken und die Technik ermöglicht wird.

Das Trinkwasser, das in Göttingen aus dem Hahn kommt, besteht zu 80 Prozent aus Harzwasser und 20 Prozent aus eigenen Quellen. Letzteres stammt nicht nur aus Weende (15 Prozent der Eigenwasserförderung), sondern wird auch an der Springmühle in Grone (65 Prozent) und an der Stegemühle in Geismar (25 Prozent) – den beiden anderen Wassergewinnungsanlagen Göttingens – gewonnen. Auch hier bieten die Stadtwerke Führungen an.

Termin für eine Besichtigung des Wasserwerkes Stegemühle ist am 8. Juli, die Springmühle in Grone ist am 9. August für Besucher geöffnet. Außerdem bieten die Stadtwerke Göttingen im Rahmen ihres 150-jährigen Jubiläums am 16. Mai und am 25. August eine Themen-Rundfahrt im Londonbus an.

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