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Göttinger Goethe-Institut: Alte Fink, Frösche und Fabelwesen

Fassadenschmuck Göttinger Goethe-Institut: Alte Fink, Frösche und Fabelwesen

Im Stadtgebiet Göttingen finden sich zahlreiche Gebäude, deren Fassaden mit Skulpturen, Fresken, Schnitzereien oder Stuckschmuck verziert sind. Neben Ornamenten und floralen Motiven dominieren dabei Gesichter, Fratzen und Tierfiguren. In lockerer Folge stellt das Tageblatt diese vor. Heute: der besonders vielfältige Fassadenschmuck des Goethe-Instituts in der Merkelstraße.

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Wasserspeier am Levinschen Haus.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Nur ein Gesicht lugt in Form eines Schlusssteins über dem Fensterbogen von der Frontseite an der Merkelstraße herab. Die rückwärtigen Fassaden des Goethe-Instituts sind indes eine Fundgrube an Motiven, die interessierte Göttinger auf Anfrage an der Pforte des Hauses gerne besichtigen können. Leider lässt sich kaum etwas über die Hintergründe für den vielfältigen Hausschmuck ergründen. Auch sind die einzelnen Elemente nicht exakt zu datieren.

Bemerkenswert sind die Verzierungen aus rotem Sandstein aber allemal, die wohl beim Bau des Hauses durch den Tuchfabrikanten Levin im Jahr 1901/02 in Auftrag gegeben wurden. So finden sich etwa an der Südseite zwei umkränzte Darstellungen bekannter Göttinger Gebäude: das Alte Rathaus und die Alte Fink – alte Gemäuer vielleicht als Kontrast zur prachtvollen neuen Villa am Stadtrand. Ob die Dame mit Dutt auf dem Relief vielleicht Marie Levin, Gattin des Firmengründers Ferdinand, ist?

Löwen, Lamm und Schafsbock, Ratte, Eule, Vögel und Frösche – selbst ohne die Fabelwesen in Fuchs-, Fisch- und Drachenform gleicht der Fassadenschmuck der ehemaligen Levinschen Villa (heute Goethe-Institut im „Fridjof-Nansen-Haus“) einem Zoo.

Und wie die Auswahl aus einem Musterbuch für Gebäudegestaltung findet der Betrachter auch verschiedene Gesichter und Figuren an Wänden und Sandsteingeländer. Einen pausbäckigen Jüngling etwa, der mit Zahnrad im Arm von zwei Drachen bewacht wird. Oder die Putte mit Engelsflügeln, die an Adlerschwingen erinnern. Aus dem Rahmen fällt bei den menschlichen Darstellungen das Mädchen am Webstuhl, das Spinnrad im Rücken.

 
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