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100 Flüchtlinge in Duderstädter Sporthalle

Hotel Rosenthaler Hof 100 Flüchtlinge in Duderstädter Sporthalle

In einer kurzfristig organisierten Notaktion sind am Montagabend 100 Flüchtlinge aus dem von Hochwasser getroffenen Groß Schneen in der Sporthalle des Rosenthaler Hofes bei Duderstadt untergebracht worden. Das Duderstädter Unternehmen Ottobock produzierte in einer Spätschicht 150 Matratzen.

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In der Sporthalle des Rosenthaler Hofes sind kurzfristig 100 hochwassergeschädigte Flüchtlinge aus Friedland untergebracht worden.

Quelle: Richter

Duderstadt. In einem Notruf aus dem Innenministerium am Montag sei gebeten worden, zu prüfen, ob eine kurzfristige zusätzliche Unterbringung möglich sei, sagte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). „Friedland brauchte Hilfe.“ Nachdem die Duderstädter Bundespolizei keine Matratzen habe stellen können, habe er Ottobock um Hilfe gebeten. Die Duderstädter Feuerwehr sorgte für die Verteilung. Rund 100 Flüchtlinge, zumeist Syrer, Afghanen und Iraker, trafen am Montag mit rollierend fahrenden Taxen ein, da am Abend keine Busse mehr zu organisieren waren. „Wenn sie im Regen stehen, dann bringt man sie eben unter“, sagte Hoteldirektor Eckhard Melz. „Es war eine Nachtschicht, und es werden noch ein paar werden.“ Die Küche könne die zusätzlichen Gäste versorgen. Auch die übrigen Hotelgäste hätten mitgeholfen. „Der Zusammenhalt ist erstaunlich“, sagte Melz.

 
Das Land nutzt den Rosenthaler Hof, um Flüchtlinge aus der überlasteten Erstaufnahmeeinrichtung Friedland zeitweise unterzubringen, bevor sie auf Kommunen weiterverteilt werden. Derzeit sind dort laut Melz 299 Asylbewerber untergebracht. Nach Erfüllung unter anderem von Sicherheitsauflagen hatte die Stadt die Erhöhung der Kapazität von 200 auf 380 genehmigt. In Abstimmung mit dem Land werde die Genehmigung vorerst aber nicht voll ausgenutzt, sagte Nolte. Die zusätzliche Unterbringung von 100 Flüchtlingen in der Halle solle nur einige Tage dauern. „Die Notsituation ist evident“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landrat, Lothar Koch. Er erwarte aber vom Land eine ausgeglichene Flüchtlingsunterbringung im gesamten Land.

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