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1000 Flüchtlinge nach Lindau?

Land prüft mögliche Unterkunft 1000 Flüchtlinge nach Lindau?

„Der jetzige Status lautet Prüfung“, hat am Dienstag die Sprecherin des niedersächsischen Innenministeriums, Svenja Mischel, eingeräumt. Das Land prüfe derzeit, ob das Gebäude des ehemaligen Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) als Flüchtlingsunterkunft in Frage komme.

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Das Land prüft derzeit, ob das Gebäude des ehemaligen Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) als Flüchtlingsunterkunft in Frage komme.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Lindau. Bereits jetzt wird von bis zu 1 500 Asylsuchenden in der mutmaßlichen Unterkunft gesprochen. Mischel wollte die Zahlen nicht kommentieren: „Ein Status ‚Prüfung‘ kann letztlich auch ergeben, dass die Unterkunft eben nicht geeignet ist.“

Erst müsse das MPS in Augenschein genommen werden, ob die Gebäude für den geplanten Zweck nutzbar seien. Zudem entschieden letztlich die betreibenden Hilforganisationen, etwa DRK oder Malteser, wie viele Flüchtlinge in Katlenburg-Lindau aufgenommen werden könnten. Potenziell, so Mischel, würden mehr Gebäude geprüft, als sich tatsächlich nutzen oder mit geringem Aufwand umfunktionieren ließen.

Der riesige Komplex am südlichen Ortsrand Lindaus steht seit dem Umzug des Instituts nach Göttingen im vergangenen Jahr leer: 500 Räume, 13 000 Quadratmeter Fläche im Hauptgebäude, 107 000 Quadratmeter Gesamtterrain. „Es gibt eine konkrete Interessenslage des Landes Niedersachsen hier vor Ort“, bestätigte Volker Mönnich.

Unter Vorbehalt äußerte Katlenburg-Lindaus Hauptamtsleiter, dass bis zu 1 000 Flüchtlinge im Gespräch seien, nicht 1 500 wie es in ersten Meldungen hieß. „Wichtig ist uns, die Bevölkerung zeitnah zu einer Entscheidung zu informieren“, sagte Mönnich. 62 Flüchtlinge sind derzeit im Gemeindegebiet problemlos dezentral untergebracht. Eine Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen MPS sei jedoch schon eine „große Hausnummer“ und Herausforderung. Lindau selbst hat rund 1 700 Einwohner.

Von Gunnar Müller

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