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250 Northeimer kommen zur städtischen Info-Veranstaltung

Flüchtlingshilfe 250 Northeimer kommen zur städtischen Info-Veranstaltung

Viele Northeimer wollen Flüchtlingen bei ihrem Neuanfang in Deutschland helfen. Sie wissen aber nicht, wie und wo sie sich mit ihren Fähigkeiten einbringen können. Die Verwaltung soll einen Koordinator einsetzen, forderten Bürger am Montagabend bei einer städtischen Informationsveranstaltung in der Mensa des Gymnasiums.

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Bürgermeister Tannhäuser (l.) hört dem Vorstand der türkischen Gemeinde Möfit Pörtelas (r.) zu.

Quelle: CH

Northeim. 300 Flüchtlinge sind in diesem Jahr nach Northeim gekommen. Bis Weihnachten werden in der Stadt weitere 200 Menschen erwartet, zusätzliche 360 im kommenden Jahr. Für Stadt und Landkreis sei das eine „Mammutaufgabe“, betonten Verwaltungsmitarbeiter gegenüber den 250 Zuhörern. Ohne ehrenamtliches Engagement werde die Integration der vielen Menschen nicht gelingen, erklärte Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser (parteilos).

 
70 Vereine und Institutionen der Stadt sind bereits über den Runden Tisch Northeim miteinander vernetzt. Er wird seit 2009 vom Café Dialog des Vereins „Werk-statt-Schule“ koordiniert. Allerdings wünschen sich die Kooperationspartner, dass sich auch die Stadt beteiligt, hieß es bei der Veranstaltung. Einen städtischen Ansprechpartner vermissen die Bürger, die sich einbringen möchten.

 
Weitere kritische Punkte kamen zur Sprache. Einkommensschwache Northeimer fürchten eine Verknappung beim günstigen Wohnraum. Bisher bringt der Landkreis die Flüchtlinge dezentral in Wohnungen unter, was breite Zustimmung findet. Katrin Bäumler vom Landkreis stellte klar, dass vor allem Wohungen angemietet würden, für die sich keine deutschen Mieter finden. Das gelte insbesondere für die Dörfer. Die Flüchtlinge dort einzuquartieren, führt jedoch aufgrund fehlender Infrastruktur zu Unzufriedenheit; diesmal bei nicht mobilen Zuwanderern.

 
Ein Bürger forderte eine sinnvolle Beschäftigung für Migranten. Aufgrund von Gesetzesänderungen, sagte Bäumler, könnten Flüchtlinge nun nach vier Monaten unter gewissen Einschränkungen Arbeit annehmen.

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