Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Adelebser Albert-Schweitzer-Schule wird Flüchtlingsunterkunft

200 Menschen Adelebser Albert-Schweitzer-Schule wird Flüchtlingsunterkunft

Adelebsen. Die leerstehende Albert-Schweitzer-Schule in Adelebsen könnte vorerst zur Flüchtlingsunterkunft werden. Schnellstmöglich könnten dort bis zu 200 Flüchtlinge unterkommen, sagte Landrat Bernhard Reuter (SPD) bei einem Besuch in Adelebsen.

Voriger Artikel
Flüchtlinge in Rosdorf: Respektvoll trotz großer Enge
Nächster Artikel
Streit unter Flüchtlingen in Rosdorf
Quelle: Heller (Symbolfoto)

Adelebsen. Die Haupt- und Realschule war am Ende des Schuljahres wegen zu geringer Schülerzahlen geschlossen worden.

Eine mögliche Unterbringung der Flüchtlinge werde über das Grenzdurchgangslager Friedland organisiert, so Reuter. Die Einrichtung könne Dusch-Container zur Verfügung stellen. Zunächst sei die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft bis zum Jahresende möglich.

Allerdings wisse augenblicklich noch niemand, wie es weitergehe, wenn der Flüchtlingszustrom weiter anhalte. Bisher habe der Landkreis Göttingen aufgrund des Grenzdurchgangslagers eine geringere Aufnahmequote. Ihm sei jedoch vom Land signalisiert worden, dass diese Besserstellung künftig zumindest teilweise zurückgenommen werden könnte, so Reuter: „Wir gehen in den Krisenmodus über.“

Der ebenfalls anwesende Göttinger Bundestagsabgeordnete und SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann sagte, die Unterbringung der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge erfordere eine „nationale Kraftanstrengung“. Die Aufnahme der für dieses Jahr angekündigten 800 000 Flüchtlinge in Deutschland halten Reuter und Oppermann für machbar.

Beide äußerten allerdings Zweifel, ob eine solche Zahl an Menschen auch künftig jedes Jahr aufgenommen werden kann.

Er wisse, dass die Gemeinde Adelebsen eigentlich andere Pläne mit der Schule habe, so Reuter. Dort soll womöglich langfristig ein Bürgerzentrum entstehen, in das Einrichtungen wie Jugendzentrum, Bücherei oder Mehrgenerationenzentrum einziehen könnten. Doch vorläufig habe es Priorität, dass die Flüchtlinge vernünftig untergebracht würden, erklärte der Landrat.

Auch die frühere Anne-Frank-Schule in Rosdorf könne bis März 2016 als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Vertreter des Landes  und des Grenzdurchgangslagers hätten beide Gebäude als geeignet bewertet. Eine Entscheidung, ob sie genutzt werden, falle in den nächsten Tagen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016