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Ballenhausen nimmt Flüchtlinge auf

Klein Schneen lehnt Sporthaus-Vermietung ab Ballenhausen nimmt Flüchtlinge auf

Der Sportverein Ballenhausen hat sich mit klarer Mehrheit für die Aufnahme von Flüchtlingen in ihrem Sporthaus entschieden. In einer Mitgliederversammlung wurde für die Vermietung des Sporthauses an das Land Niedersachsen gestimmt. Der TSV Klein Schneen hingegen lehnte dieselbe Frage mit 83 zu 38 Stimmen ab.

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Der Sportverein Ballenhausen hat sich mit klarer Mehrheit für die Aufnahme von Flüchtlingen in ihrem Sporthaus entschieden.

Quelle: dpa

Friedland. Das Land hatte beide Vereine angefragt, weil sie große Sporthäuser mit ausreichenden Sanitäranlagen haben. Geplant war, in Klein Schneen 50 bis 70 Flüchtlinge aus Syrien unterzubringen. Die Mehrheit der 121 stimmberechtigten Mitglieder habe sich aber nicht vorstellen können, dass das Haus am Sportplatz zum Wohnen so vieler Menschen geeignet sei. Man wolle dem Grenzdurchgangslager aber anbieten, die Räume für Tagungen, sportliche Betätigungen oder Unterricht für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, sagt der Vorsitzende Thorsten Aschekowski.

In Ballenhauesn sollen für sechs Monate etwa 60 bis 70 Menschen im Sporthaus leben. Der Verein habe sich mehrheitlich für diese Hilfe für Flüchtlinge ausgesprochen, so der Vorsitzende Dennis Thielert. Der Vertrag mit dem Land Niedersachsen müsse noch ausgehandelt werden.

Unterdessen stößt die vergangene Woche gegründete "Bürgerinitiative Asylbewerberstopp in Friedland" überwiegend auf Ablehnung. Der Aufruf der anonym gebliebenen Gruppe bei Facebook hat bis heute gerade einmal drei Likes. Dafür werden die Initiatoren, die sich in der Anonymität verstecken und dazu aufrufen, sich "Luft zu machen", von einer Welle Gegenreaktionen überrollt.

Als sich im September vor einer angekündigten Rechten-Demo in Friedland eine "Initiative gegen rechte Idioten" gründete, hatte diese binnen kürzester Zeit 115 Likes einsammelt. Der Grünen-Ratsherr Fritz Vokuhl aus Bad Lauterberg vermutete am Wochenende, hinter der Friedland-Initiative stecke die NPD, denn beide benutzten den Banner mit der Aufschrift "Sicher leben! Asylflut stoppen." Zudem sollen im Raum Friedland, speziell in Klein Schneen, erneut NPD-Aufkleber verbreitet worden sein.

Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) glaubt nicht, dass die Asyl-Gegner viele Anhänger in seiner Gemeinde finden. Meinungsfreiheit sei wichtig, aber müsse "ohne Schärfe und Häme" ausgesprochen werden, schließlich gehe es bei den Flüchtlingen um Menschen und ihr Schicksal in unserer Gesellschaft.

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