Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
De Maizière in Friedland

Lager überfüllt De Maizière in Friedland

Die Zahl der Flüchtlinge im Lager Friedland überschreitet dessen Kapazitätsgrenze um ein Mehrfaches. Um die Lage zu entspannen, sucht die Landesregierung „mit Hochdruck“ nach weiteren Standorten zur Erstaufnahme von Flüchtlingen, teilt das Niedersächsische Innenministerium mit. Um sich selbst ein Bild zu machen, will Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) das Lager Friedland am Dienstag besuchen.

Voriger Artikel
Orientierung für Flüchtlingshelfer in der Region Göttingen
Nächster Artikel
Situation der Flüchtlinge in Breslauer Straße Göttingen verbessert

2400 Flüchtlinge aus mindestens 20 Ländern sind derzeit im Lager Friedland untergebracht.

Quelle: Heller

Friedland. Zurzeit leben in dem auf eine Kapazität von 700 Menschen ausgelegten Lager 2400 Flüchtlinge, zwischen 600 und 800 Menschen davon in Zelten.

Das Lager betreut zudem knapp 600 auswärts untergebrachte weitere Asylsuchende. Lagerleiter Heinrich Hörnschemeyer appelliert jetzt an die Landesregierung, für eine Verringerung der Belegung zu sorgen.

Mit dem Ende der Sommerferien müssen die mit etwa 350 Flüchtlingen belegten Sporthallen in Rosdorf und in Friedland wieder freigemacht werden, der Landkreis will jedoch in der Anne-Frank-Schule in Rosdorf und der Albert-Schweitzer-Schule in Adelebsen vorübergehend Erstaufnahmeplätze schaffen.

Auch das Innenministerium hält die derzeitige Unterbringungssituation für „angespannt“, erklärt Ministeriumssprecher Matthias Eichler. Die „unvorhersehbar stark gestiegenen Zugangszahlen“ hätten den Handlungsdruck deutlich erhöht, „obwohl sich seit Regierungswechsel die Kapazitäten mehr als verdoppelt haben“.

Als neue Erstaufnahmeeinrichtung solle noch im November ein Standort in Oldenburg in Betrieb gehen, Anfang 2016 noch eine weitere.

Am Dienstagvormittag wird Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zusammen mit Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) das Lager Friedland besuchen, um sich selbst ein Bild zu machen. Vorgesehen sind unter anderem ein Rundgang durch das Lager und direkte Gespräche mit Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern und mit Spätaussiedlern.

Außerdem wollen die Innenminister an einem sogenannten Wegweiserkurs teilnehmen. In solchen Kursen wird Flüchtlingen und anderen Zureisenden vermittelt, wie die deutsche Gesellschaft funktioniert und wie ihre Grundlagen sind. Auch werden die Minister in Friedland die Außenstellen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge besuchen.   

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Thema des Tages: Steinträume aus der Toskana