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Deutsch-Unterricht für Geflüchtete

Göttinger Goethe-Institut Deutsch-Unterricht für Geflüchtete

Die Deutschkurse der Goethe-Institute genießen weltweit einen guten Ruf. Nun fangen die Einrichtungen an, diese Kurse auch für Flüchtlinge anzubieten - mit Erfolg, wie ein Besuch am Göttinger Goethe-Institut zeigt.

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Junge Flüchtlinge lernen Deutsch am Goethe-Institut.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Es macht mehr Spaß als in der Schule,“ erzählt die 17-jährige Ruaa aus Syrien. Hier könne sie nachfragen, wenn sie ein Wort nicht versteht, ohne den Lehrer zu stören. Besonders mit komplizierten Wörtern im Geschichtsunterricht habe sie oft Probleme. Sie ist seit gut einem Jahr in Deutschland, besucht ein Göttinger Gymnasium und nimmt dort am normalen Unterricht teil. Die vergangenen vier Wochen hat sie aber im Goethe-Institut verbracht, gemeinsam mit sechs anderen jungen Flüchtlingen. In einem ganztägigen „Sprachkurs für jugendliche Geflüchtete“ wollte das Goethe-Institut dabei „seine Methoden“ einsetzen, erklärt die Leiterin Ulrike Hofmann-Steinmetz. Vormittags hat die Deutschlehrerin Dagmar Claus mit den Schülern Vokabeln und Grammatik gelernt. Mit langen Pausen, „damit wir die Möglichkeit haben, uns zu erholen und das auch zu verstehen“, sagt Ibrahim, ebenfalls aus Syrien. Nachmittags gab es ein umfangreiches Freizeitprogramm mit Schlittschuhlaufen, Trommelworkshops und Theaterbesuchen. Dabei sollte Deutsch gesprochen werden. Zugleich ging es um den Austausch in der Gruppe ging, so Hofmann-Steinmetz. Außerdem wollte Claus die deutsche Kultur vermitteln. Nun kennen und mögen sie „99 Luftballons“ von Nena und die Sängerin Helene Fischer, erzählen Ruaa und Ibrahim.

 

Von Christoph Höland

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