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Eltern wollen keine Flüchtlinge in Göttinger Turnhalle

Sorge um Grundschulkinder Eltern wollen keine Flüchtlinge in Göttinger Turnhalle

Als „absolut inakzeptabel“ kritisiert der Schulelternrat der Hainbundschule in Weende den Vorschlag der Göttinger Stadtverwaltung, die Turnhalle der Grundschule im Notfall mit Flüchtlingen zu belegen. Unter anderem fürchten die Eltern Gewalt gegen und zwischen Flüchtlingen sowie Krankheiten.

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Quelle: Pförtner/Archiv

Weende. Vergangene Woche hatte die Stadtverwaltung bestätigt, dass sie für den Fall, dass ihr besonders viele Flüchtlinge zur Betreuung zugewiesen werden, auch vier Schulturnhallen als Unterkünfte einrichten würde – darunter die Halle der Hainbundschule. Darauf hat der Schulelternrat jetzt einen Protestbrief mit vielen Fragen an die Stadt geschrieben. Darin beklagen die Eltern, dass sie über die Pläne bisher nicht informiert wurden. Sie halten es für falsch, eine Grundschule mit dieser „Belastung“ zu konfrontieren, zumal sich die Halle am Schulhof befindet.

 
„Weil wir deren Unterstützung brauchen“

 
Sie wollen zudem wissen: Wann werden dort Flüchtlinge untergebracht? Wird es einen Sicherheitsdienst geben? Wird die Homogenität der Flüchtlinge berücksichtigt? Wird der Eingang am Schulhof umgebaut? Wird es zusätzliche Sozialarbeiter für die Schule geben? Stehen Mittel für eine spätere Sanierung der Halle zur Verfügung? Und sie wollen wissen, warum überhaupt Grundschulen einbezogen werden.

 
Die Verwaltung bittet auf Tageblatt-Anfrage um Verständnis für ihr Vorgehen. Es werde nicht gelingen, die größte Flüchtlingshilfe der jüngeren Geschichte ohne Einschränkungen zu organisieren. Die Lage sei zu dringlich, um alle Schritte mit allen abzustimmen – die Schulleitung sei informiert gewesen. Bei einer tatsächlichen Belegung der Hainbund-Halle würden aber auch die Eltern einbezogen: „Auch, weil wie deren Unterstützung brauchen“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Grundsätzlich seien Hallen ausgesucht worden, die baulich vom Schulgebäude getrennt sind und einen eigenen Eingang haben.

 
Zaun grenzt Schulhof ab

 
Zudem solle für den Sportunterricht möglichst eine weitere Halle in der Nähe zur Verfügung stehen – das sei hier mit der Weender Sporthalle gegeben. Der Zugang würde mit einem Zaun vom Schulhof abgegrenzt. Angaben zur Herkunft und Menge von dort untergebrachten Flüchtlingen seien zurzeit nicht möglich.

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