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Flüchtlinge können in Göttingen Konto eröffnen

Sparkasse Flüchtlinge können in Göttingen Konto eröffnen

Ab sofort können Flüchtlinge in Göttingen bei der Sparkasse ein Konto eröffnen und damit am Zahlungsverkehr teilnehmen. Das bestätigt die Stadtverwaltung. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Flüchtlinge mit einer gültigen Aufenthaltsgestattung.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Das praktische Vorgehen habe die Sparkasse in den vergangenen Wochen mit der Stadt und dem Landkreis Göttingen abgestimmt, sagt Detlef Johannson, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung. Damit es handhabbar bleibe, gelte aber Folgendes: „Die Eröffnung und Führung der Konten erfolgt ausschließlich in den Sparkassen-Filialen in der Godehardstraße und im Kreishaus. Stadt und Landkreis koordinieren entsprechende Termine für die Kontoeröffnung.“

 
Bei der Stadt übernehme dies die Sozialverwaltung. „Das machen also die Mitarbeiter, die die Flüchtlinge hinsichtlich der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz betreuen“, erklärt Johannson. Die betreffende Flüchtlinge seien damit nicht mehr auf eine Bargeldauszahlung durch die Kommunen angewiesen, so Johannson. „Für Flüchtlinge mit einer gültigen Aufenthaltsgestattung in Verbindung mit einer Meldebescheinigung ist also jetzt ein wirklicher Fortschritt erreicht – ermöglicht auch durch Einschaltung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und durch Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden.“

 
Die Sparkasse sei damit das einzige Kreditinstitut in Göttingen und bundesweit eines von ganz wenigen mit einem derartigen Angebot, erklärt Sprecher Frank Sickora. „Es handelt sich dabei um ein Konto, wie es jeder andere Bürger auch bei uns eröffnen kann. Für die monatliche Kontoführung fallen Gebühren in Höhe von sechs Euro an. Dafür erhalten die Flüchtlinge alle Leistungen eines Giro-Kontos“, sagt Sickora. Der Inhaber könne unter anderem Überweisungen tätigen, Geld abheben, bargeldlos bezahlen und das Internet-Banking nutzen.

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