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Flüchtlinge mit Krätze ziehen in Göttingen um

Quasi-Quarantäne Flüchtlinge mit Krätze ziehen in Göttingen um

Unter Flüchtlingen, die in der ehemaligen Voigtschule an der Bürgerstraße untergebracht sind, ist die Hautkrankheit Krätze aufgetreten. Die Stadtverwaltung bestätigt auf Anfrage drei akute Fälle. Als erste Reaktion hat die Verwaltung einen Umzug der Betroffenen sowie von neun ihrer Kontaktpersonen veranlasst.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Sie wurden noch im Laufe des Dienstags in eine kleinere Wohneinheit in der Weender Hennebergstraße einquartiert und damit quasi unter Quarantäne gestellt. Die dort bisher wohnenden sechs Flüchtlinge konnten zuvor in eine Unterkunft in der Großen Breite umziehen.

 

Es handele sich nicht um eine Art "Krätze-Lazarett", betont Stadtsprecher Detlef Johannson. Es solle in der neuen Unterkunft jedoch sichergestellt werden, dass unter enger Betreuung täglich die Bettwäche gewechselt und gewaschen werden könne. Das sei in einer kleineren Einrichtung deutlich besser zu gewährleisten als in einer großen Unterkunft.

 

Die Hautkrankheit Krätze, medizinisch Scabies oder Acarodermatitis, ist eine weitverbreitete parasitäre Hautkrankheit. Sie wird durch die Krätzemilbe (Sarcoptes scabiei) verursacht. Nach dem Bundes-Infektionsschutzgesetz ist bereits im Verdachtsfall ein Aufenthalt Betroffener in Gemeinschaftseinrichtungen verboten. Die Krankheit ist meldepflichtig. Über den Sachverhalt, so Johannson, seien alle Akteure in der Flüchtlingsarbeit in Weende informiert.

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