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Flüchtlinge zertrümmern Speisesaal in Hann. Münden

Auseinandersetzung Flüchtlinge zertrümmern Speisesaal in Hann. Münden

Während der Essensausgabe ist es am Sonntagmittag in der Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kurhessenstraße erneut zu Auseinandersetzungen gekommen. An dem Disput waren laut Polizei zwischen 100 und 120 Asylsuchende beteiligt. Zwei von ihnen erlitten dabei leichte Verletzungen.

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Während der Essensausgabe ist es am Sonntagmittag in der Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kurhessenstraße erneut zu Auseinandersetzungen gekommen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hann. Münden. Was den Konflikt auslöste, war am Sonntagabend noch nicht ganz klar. Vor der Auseinandersetzung warteten etwa 140 junge Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern in dem Speisesaal, darunter auch solche, die sonst in anderen Unterkünften in der Stadt untergebracht sind.

Gegen 13.20 Uhr kam es aus bislang ungeklärter Ursache vor der Essensausgabe zu einem Gedränge, erklärt die Polizei. Es wird vermutet, dass die Angst, kein oder nur noch wenig Essen zu bekommen, die mögliche Ursache war.

Aus dem Gedränge heraus entwickelte sich zunächst ein lautstarker Disput, der in eine körperlichen Auseinandersetzung mündete. Unter anderem flogen Geschirr und Gläser in Richtung anderer Flüchtlinge und gegen die Wände und Decken des Speisesaals.

Im Handgemenge wurde ein Flüchtling wahrscheinlich durch eine Gabel oberflächlich an der Schulter und ein weiterer durch Glasscherben am Bauch verletzt, teilte die Polizei weiter mit. Ein Rettungswagen brachte die beiden jungen Männer zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Der Polizei gelang es schließlich, die streitenden Parteien strikt voneinander zu trennen.

Der Raum samt Inventar wurde bei der Auseinandersetzung erheblich beschädigt und ist deswegen wahrscheinlich mehrere Tage nicht nutzbar. Etliche Streifenwagen der Polizei Münden, aus Göttingen, von der Autobahnpolizei und aus Friedland sowie zwei Diensthundeführer der Polizei Göttingen waren im Einsatz. Ein Teil der Einsatzkräfte blieb noch bis gegen 16 Uhr vor Ort präsent. Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.   

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