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Flüchtlingshelfer in Göttingen ausgebildet

Abschluss der Fortbildung Flüchtlingshelfer in Göttingen ausgebildet

Mit einer feierlichen Zertifikatsübergabe hat das Qualifizierungsprogramm für Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer geendet. Das Migrationszentrum Göttingen hatte Teilnehmer unter anderem in interkultureller Kompetenz, im Aufenthaltsrecht und im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen geschult.

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Zertifikatsübergabe mit Blumen und Applaus.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Doris Diouf fand dabei den Workshop zu inter- und transkultureller Kompetenz am spannendsten: Eine junge Geflüchtete in einem aufgewühlten Moment in den Arm zu nehmen – „ohne den Workshop hätte ich mich das nicht getraut“, erzählt die Verwaltungsangstellte im Ruhestand. Zu groß sei die Angst gewesen, kulturell geprägte Grenzen zu überschreiten. Dabei sei das einfach menschlich, weiß Diouf nun.

 
Anne Wagner hat der ganze Kurs „sehr, sehr gut“ gefallen. Die Sozialarbeiterin im Ruhestand hat in der Flüchtlingshilfe „eine neue Aufgabe“ gefunden und freut sich nun über neue Kontakte zu Ehren- und Hauptämtlern. Andere wie die Pflegeschülerin Rahel Burger hatten vorher „keine Erfahrung in der Arbeit mit Flüchtlingen“. Sie fand die „vielen Diskussionen mit vielen Altersgruppen und vielen Meinungen“ interessant und will sich künftig dort einbringen, „wo sie gebraucht wird“.

 
Dabei waren die Workshops teilweise herausfordernd. Angestellte des Asklepios-Klinikums referierten über den Umgang mit Traumata. Denn es sei eine sensible Sache, zu erkennen, „wo kann ich helfen, wo sind Fachleute gefragt“, erzählt Indira Khalikova vom Migrationszentrum Göttingen. Ihr war es wichtig, den Ehrenamtlichen zu vermitteln, „wo ihre Grenzen liegen“. Khalikova hat den Kurs organisiert, insgesamt waren es 38 Stunden, erzählt sie. Ihr ist aber klar: „Wir konnten nicht alles beantworten, das ist unmöglich.“ Deshalb wollen sich die großteils weiblichen Teilnehmer künftig regelmäßig treffen, ein Supervisor soll sie begleiten.

 
Außerdem plant Khalikova eine Neuauflage des Qualifizierungsprogramms im kommenden Jahr. Denn der diesjährige Kurs, finanziert von der Klosterkammer Hannover, war innerhalb einer Woche ausgebucht.

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