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Flüchtlingssozialarbeit unterstützt dauerhaft Flüchtlinge im Landkreis Göttingen

Schlüssel zur Integration Flüchtlingssozialarbeit unterstützt dauerhaft Flüchtlinge im Landkreis Göttingen

Flüchtlinge, die dauerhaft in Deutschland bleiben werden, sind mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Sie bei der Integration zu unterstützen, ist Aufgabe der Aufsuchenden Flüchtlingssozialarbeit.

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Bieten Hilfestellung bei den ersten Schritten in der neuen Heimat: Thomas Gerdau und Hannah Mai.

Quelle: Richter

Duderstadt. Flüchtlingsberater Thomas Gerdau, der seit Juli beim Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Göttingen tätig ist, hat in den vergangenen Monaten viele dieser Probleme kennengelernt – und Hilfestellungen gegeben, sie zu lösen.

Schwerpunktmäßig kümmere er sich um „Neuankömmlinge“, erklärt er. Gemeint sind damit nicht Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen, sondern diejenigen, die einer Kommune dauerhaft zugewiesen worden sind.

Wohnungssuche, Behördengänge oder Verständigungsschwierigkeiten könnten ebenso Probleme darstellen wie Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung oder die „deutsche Alltagskultur“, wie er sagt. „Welcher Müll gehört in welche Tonne“, sei ein einfaches Beispiel dafür. Um Hilfestellung bei allen im Gespräch aufkommenden Fragen zu leisten, wolle der Caritasverband „aktiv auf die Menschen zugehen“, erklärte Ralf Regenhardt, Vorstandssprecher des Caritasverbandes.

Für elementar wichtig hält Bernhard Reuter (SPD) die Aufgabe, die Gerdau wahrnimmt. Wenn die Zahl der Zuweisungen weiter steige, und dies sei seine Prognose, brauche es zukünftig weitere Hauptamtliche zur Unterstützung von Flüchtlingen und Ehrenamtlichen. „Dafür werden wir Geld in die Hand nehmen“, sagte der Landrat am Montag während der Vorstellung der Aufsuchenden Flüchtlingssozialarbeit in Duderstadt zu. Der Landkreis Göttingen finanziert die Aufsuchende Flüchtlingssozialarbeit zu 100 Prozent.

Als Schnittstelle zwischen dem Landkreis und dem Kooperationspartner Caritas fungiert Hannah Mai, Koordinatorin für Migration und Teilhabe beim Landkreis Göttingen. Sie hält unter anderem den Kontakt mit dem Diakonischen Werk des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hann. Münden und dem Migrationszentrum Göttingen, den Kooperationspartnern des Landkreises in diesen Regionen. Zudem koordiniert sie die haupt- und ehrenamtlichen Stellen, die Flüchtlinge vor Ort unterstützen. „Aktuell erarbeiten wir einen Dolmetscherpool mit Ehrenamtlichen“, berichtet sie.

Die Bemühungen der Flüchtlingssozialarbeit sind dabei immer auf ein Ziel ausgerichtet: Integration. Und zwar schnell. Gelinge diese als Hilfe zur Selbsthilfe, bestehe in der Zuwanderung eine große Chance, waren sich die Vertreter des Landkreises, der Caritas und der Stadt Duderstadt einig. „Und dazu ist der Spracherwerb der Schlüssel“, machte Reuter deutlich.

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