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Flüchtlingsunterkünfte: Stadt Göttingen gibt fünf neue Standorte bekannt

850 Flüchtlinge Flüchtlingsunterkünfte: Stadt Göttingen gibt fünf neue Standorte bekannt

Die Göttinger Stadtverwaltung plant im kommenden Jahr fünf neue Unterkünfte für Geflüchtete. Platz für 850 Menschen soll so entstehen. Entsprechende Pläne hat Stadtbaurat Thomas Dienberg am Donnerstag im Bauausschuss bekannt gegeben

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Quelle: Pförtner (Symbolfoto)

Göttingen. .
Folgende Standorte sind geplant:

 Holtenser Landstraße/Europaallee:
Nach Lärmschutzuntersuchungen sollen hier „in zweiter Reihe“, wie Dienberg betonte, nach Vorbild der Unterkunft auf den Zietenterrassen 180 Plätze geschaffen werden. Dienberg hob die gute Anbindung an die Innenstadt und die gute Infrastruktur, wie etwa Schul- und Kita-Angebote in der Nähe hervor. Das Gelände befindet sich im Besitz der Stadt und ist derzeit an einen Landwirt verpachtet.
! Hagenweg: Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) soll auf einem Parkplatz in ihrem Besitz in Nachbarschaft zum Hagenweg 20 für rund 100 Menschen 18 Wohnungen bauen.

Nohlstraße:
Nach dem gleichen Modell wie im Hagenweg sollen in Nähe der Nord-Uni ebenfalls durch die SWG auf einem Grundstück der Universität Unterkünfte für 180 weitere Flüchtlinge gebaut werden.

 Elmweg/Ecke Rodeweg:
180 Flüchtlinge sollen im Stadtteil Grone untergebracht werden. Die ehemalige Dawe-Halle, die sogenannte blaue Halle, müsse dafür „wahrscheinlich“ abgerissen werden, sagte Dienberg. Noch nicht geklärt sei, wer die Unterkunft bauen wird.

Hannoversche Straße / Phillipp-Reis-Straße:
Dort plant die Stadtverwaltung über die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) das ehemalige Telekom-Gebäude zu kaufen und nach Umbauarbeiten 200 Geflüchtete unterzubringen. Die Umbauten hält Dienberg für „überschaubar“.

Die Verwaltung habe es sich nicht einfach gemacht bei der Auswahl der Standorte, sagte Dienberg. Er glaubt aber, eine „gute und verträgliche Lösung“ gefunden zu haben. Wert sei auch auf eine „nachhaltige Nutzung“ der fünf Standorte gelegt worden. Die Gebäude sollen später für den sozialen Wohnungsbau, Studentenwohnungen und im Fall des Telekomgebäudes für ein Gründerzentrum der GWG genutzt werden.

Die Herausforderung bei dem Bau der Unterkünfte liege im Tempo, „das wir vorlegen müssen“, sagte Dienberg. Pro Bau rechnet er mit einem halben Jahr Bauzeit. Der „Vorfertigungsgrad“ sei daher hoch. Für die Unterkunft am Holtenser Berg, die nun als erste gebaut werden soll, rechnet die Verwaltung mit Kosten von 4,2 Millionen Euro.

Eine Entscheidung über diese außerplanmäßige Ausgabe will der Rat in seiner Novembersitzung treffen. Die Zustimmung aller Parteien zeichnete sich am Donnerstag bereits ab. Der Vorsitzende des Bauausschusses, Christian Henze (SPD), betonte, dass dadurch keineswegs andere Baumaßnahmen wegfielen. Sie würden nur um ein Jahr verschoben. Er rechnet mit Gesamtausgaben für alle fünf Vorhaben in Höhe von 21 Millionen Euro.

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