Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Geflüchtete ziehen in ehemaliges IWF in Göttingen ein

150 Plätze in ehemaligen Institutsgebäuden am Nonnenstieg Geflüchtete ziehen in ehemaliges IWF in Göttingen ein

Die ersten Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Instituts für den Wissenschaftlichen Films (IWF) am Nonnenstieg stehen für Geflüchtete bereit. Die ersten neuen Bewohner sollen die renovierten Räume ab dem 19. Oktober beziehen.

Voriger Artikel
Flüchtlinge: Göttingen benennt vier Sporthallen für den Notfall
Nächster Artikel
Flüchtlingszustrom: Göttingen schafft neue Verwaltungsstellen

Neue Heimat für Flüchtlinge: ehemaliges IWF.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das Hauptgebäude und ein Nebengebäude seien bereits an die Stadt als Mieter übergeben worden, sagte Borzou Rafie Elizei, Geschäftsführer der EBR Projektentwicklung- GmbH, als Eigentümer der Immobilie. Zwei weitere Gebäude würden derzeit hergerichtet. Spätestens Ende des Monats sollen auch dort Geflüchtete wohnen können. Den Betrieb der Unterkunft übernimmt die Bonveno gGmbH von Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Rotem Kreuz und Paritätischem Wohlfahrtsverband, die auch schon die Unterkunft auf den Zietenterrassen betreut.

Derzeitige Planungen sehen vor, dass in den Häuser am Nonnenstieg rund 150 Menschen Platz finden sollen. "Anders als auf Zieten gibt es keine kompletten Appartements mit Küche und Sanitärbereich, sondern Gemeinschftssanitärräume und Gemeinschaftsküchen und Gemeinschaftsesszimmer", sagte Bonveno-Geschäftsführer Michael Bonder. Einige Einzelzimmer mit je zwölf Quadratmeter, Zweibettzimmer mit etwa 16 Quadratmeter und auch wenige Vierbettzimmer  stünden ebenso zur Verfügung wie "mindestens" zwei große Sozialräume.

Nach Angaben von Rafie Elizei haben die Umbauarbeiten, die in enger Absprache mit der Stadtverwaltung erfolgt sind, rund 500000 Euro gekostet. Sanitärräume, Küchen Brandschutzeinrichtungen seien eingebaut und die Gebäude auf Wohnnutzung umgestellt worden. Nach Bonders Angaben seien nur noch Restarbeiten zu erledigen.

Die Stadt mietet die Gebäude für mindestens drei Jahre. "Mit der Option auf zwei weitere", sagte  Rafie Elizei. Die Sanierungskosten sollen auf die Kaltmiete umgelegt werden.  Einen entsprechenden Mietvertrag haben beide Parteien im Sommer unterzeichnet.

Kommissarisch wird Conny Hiller die Einrichtung leiten. "Die dann von der eigentlich für die Leitung vorgesehenen Dame abgelöst wird, die dann aus ihrem bestehenden Arbeitsverhältnis ausscheiden kann", sagte Bonder. Die künftige Leitung sei derzeit  Migrations- und Integrationsbeauftragte in einer Landeshauptstadt. Zum Team gehören nach Bonders Angaben außerdem die Betreuungskräfte Jawed Yazdani, Naoual Ghafari, Hausmeister Uwe Schmidt und der Berufsanerkennungspraktikant David-Brian Betzholz sowie mit zehn Wochenstunden Yana Breindl, die die Ehrenamtlichen koordinieren und betreuen soll.

"Flüchtlinge willkommen"

Göttingen . Einen Workshop unter dem Titel „Willkommen Flüchtlinge – Vielfalt in Göttingen“ veranstalten das Sozialdezernat der Stadtverwaltung und das Göttinger Büro für Integration. Ziel soll es sein, Aktivitäten der Flüchtlingshilfe von ehren- und hauptamtlichen Helfern zu bündeln und deren Zusammenarbeit zu verbessern. Ein Austausch zwischen Bürgern, ehren- oder hauptamtlich Engagierten und den Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung und Verbänden soll ermöglicht werden.

Beginn ist am Dienstag, 20. Oktober, um 16.30 Uhr im Ratssaal und im Foyer im Erdgeschoss des Neuen Rathauses, Hiroshima-Platz 1-4. Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck gibt einen Bericht zur aktuellen Situation. Dann beschäftigen sich fünf Arbeitsgruppen mit Fragen der Organisation der Ehrenamtlichen, der Vernetzung, Willkommenskultur, Bildungsarbeit und Integration. Umfrageergebnisse zu Angeboten und zu Angebotsstrukturen in der Flüchtlingsarbeit werden vorgestellt. Interessenten an dem Workshop können sich per Mail an m.grote@goettingen.de an wenden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das Tanz-Team des TSC-Schwarz-Gold Göttingen