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Göttingen soll Freiwilligenmanagement professionalisieren

Sozialausschuss Göttingen soll Freiwilligenmanagement professionalisieren

Die Göttinger Stadtverwaltung soll ein Sofortprogramm für ein professionelles Freiwilligenmanagement für Flüchtlingshelfer aufbauen. Das haben die Parteien fraktionsübergreifend in einem Dringlichkeitsantrag im Sozialausschuss gefordert.

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Ehemaliges IWF-Gebäude in Göttingen

Quelle: Archiv

Göttingen. Das Management solle eine Unterstützung für die Ehrenamtlichen sein und nicht an deren Stelle treten, betonte der Ausschussvorsitzende Klaus-Peter Hermann (SPD). Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck sagte, die Stadtverwaltung habe schon einige Schritte in diese Richtung unternommen. So solle das Migrationszentrum des Diakonieverbandes personell weiter aufgestockt werden, damit dort Ehrenamtliche, die sich langfristig engagieren wollen, besser betreut werden können. Außerdem werde eine Welcome-App entwickelt, mit der sich Flüchtlinge schnell über Beratungs- und Hilfsangebote informieren können. Für spontane Helfer solle gemeinsam mit dem Landkreis eine Internet-Plattfom aufgebaut werden. Die Stadtverwaltung wolle zudem für gezielte Sachspenden eine eigene Sammelstelle in einer Lagerhalle einrichten. Darüber hinaus wolle auch die Stadtverwaltung eine Hotline schalten.

 
Rund 150 Besucher waren zu der Sitzung des Ausschusses im Collegium Albertinum gekommen, in dessen Nähe im ehemaligen IWF-Gebäude ein weiteres Flüchtlingsheim entsteht und in einigen Wochen belegt werden soll. Der Betreiber Bonveno, ein Zusammenschlusses der in Göttingen vertretenen Wohlfahrtsverbände, der auch schon das Flüchtlingswohnheim auf den Zietenterrassen betreut, stellte sich auf der Sitzung vor. Die Stimmung bei den Zuhörern war dabei weit überwiegend freundlich, es gab nur vereinzelte kritische Nachfragen im Hinblick auf die Sicherheit, auf die Wohnraumkonkurrenz zu Studenten oder auf das Verfahren, dass für Flüchtlingskinder Kita-Plätze freigehalten werden.

 
Selbst wenn das ehemalige Gebäude der Voigt-Realschule demnächst komplett mit Flüchtlinge belegt werde, fehlten bis Ende Januar immer noch rund 400 Plätze, so Schlapeit-Beck. Die Stadt suche weiter nach Bürogebäuden und hoffe, nicht auf Turnhallen zurückgreifen zu müssen. Im nächsten Jahr müssten im Stadtgebiet wohl vier bis fünf weitere Wohnheime wie auf den Zietenterrassen gebaut werden.

Von Jörn Barke

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