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Göttinger Funsporthalle soll weiterhin auch Sportlern offen stehen

Flüchtlinge und Vereinssport Hand in Hand Göttinger Funsporthalle soll weiterhin auch Sportlern offen stehen

Die Funsporthalle an der Bertha-von-Suttner-Straße  soll von Flüchtlingen und SC Hainberg gemeinsam genutzt werden: Das ist das Ergebnis einer Besprechung von Vertretern der Stadtverwaltung, des Vereins, des DRK und der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF).

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Ehemalige Bundeswehrhalle (links neben dem Sportplatz) und die Funsporthalle (oberhalb).

Quelle: Meder

Göttingen.  „Ich finde es hervorragend, wie alle zusammen eine gute Lösung gefunden haben. Das ist gut für die Flüchtlinge und gut für den SC Hainberg, der hier tolle Arbeit leistet“, kommentierte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) in einer Mitteilung der Verwaltung die Entscheidung.

Sobald die ersten Flüchtlinge, die der Stadt im Zuge der Amtshilfe für das Land zugewiesen werden, in der ehemaligen Bundeswehrsporthalle auf den Zietenterrassen untergebracht seien, werde die benachbarte Funsporthalle nach ein paar Tagen der Eingewöhnungszeit geteilt: Zum einen würden die Flüchtlinge sich dort verpflegen können, zum anderen könne der SC Hainberg seinen „Sport- und Spielbetrieb eingeschränkt laufen“ lassen, betonte der Vereinsvorsitzende Jörg Lohse. In das Vereinsgeschehen sollen demnach künftig  ausdrücklich Angebote für Flüchtlinge einbezogen werden. Dazu erarbeitet der Verein ein Konzept.

Die Stadtverwaltung richtet unterdessen die ehemalige Bundeswehrsporthalle als Notunterkunft für bis zu 200 Flüchtlinge her. Am Donnerstag wurden der Holzboden verlegt (GöSF), die Betten angeliefert (Berufsfeuerwehr), aufgebaut (DRK und Feuerwehr) und eine Treppe installiert (THW). Am Freitag sollen die Arbeiten fortgesetzt und am Sonntag abgeschlossen werden. Eine WLAN-Anbindung beider Halle hat die städtische IT-Abteilung inzwischen sichergestellt.

Die Doppelstockbetten für die Halle sowie Decken, Kissen und Bettlaken für die Erstausstattung stammten aus vorhandenem Bestand, so die Verwaltung. Beschafft werden müssten noch Sanitäranlagen. Das DRK als Betreiber der Unterkunft kümmere sich neben vielen anderen Dingen auch um die „erste medizinische Sichtung und einfache Registrierung“ der Flüchtlinge, den Sanitätsdienst und die Betreuung. Auch eine Arztsprechstunde werde  organisiert.

Eine Informationsveranstaltung zur Unterbringung von Flüchtlingen in der ehemaligen Bundeswehrsporthalle beginnt am Dienstag, 10. November, um 19 Uhr in der Funsporthalle, Bertha-von Suttner-Straße. Daran werden unter anderem OB Köhler sowie Vertreter des SC Hainberg und des Deutschen Roten Kreuzes teilnehmen.

Die Bürgerinitiative Zukunft Zietenterrassen forderte die Stadtverwaltung derweil auf, die Nutzung der ehemaligen Bundeswehrsporthalle und der Funsporthalle als Notunterkunft für rund 200 Geflüchtete „umgehend“ aufzugeben und „gerechtere und sozial verträglichere“ Lösungen zu finden.

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