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Göttinger Schulklasse spendet für Flüchtlingswohnheim

Hainberg-Schüler überreichen 1366 Euro Göttinger Schulklasse spendet für Flüchtlingswohnheim

Der im Umfeld des Flüchtlingswohnheims agierende Runde Tisch Zieten expandiert: Aus einer kleinen Gründungsgruppe ist eine Bürgerinitiative mit rund 300 Unterstützern entstanden. Viele Menschen arbeiten mit oder spenden Geld – wie die Klasse 7 c des Hainberg-Gymnasiums, die am Donnerstag 1366 Euro überreichte.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. Die Initiatoren des Runden Tisches hatten sich zusammengeschlossen, um den Flüchtlingen in der Sammelunterkunft auf den Zietenterrassen das Einleben zu erleichtern und ihre Eingliederung in die Nachbarschaft zu fördern. Der kleine Kreis wuchs schnell. Es entstanden Gruppen für Erstbegleitung, Patenschaften, Deutschunterricht, Kommunikation und Alphabetisierung sowie für die Sammlung von Bekleidungs- und Sachspenden, die auf dem Dachboden eines benachbarten Hauses eingelagert und ausgegeben werden. Auch Schulkinder werden betreut.

Es gibt Spaziergänge und Ausflüge, Fußballspiele und andere gemeinsame Aktivitäten. Eine Freifunkanlage organisierten die Freiwilligen, um den Flüchtlingen den kostenlosen Internetzugang zu ermöglichen. All das geschehe in „intensivem Kontakt“ zur Leitung und der Mitarbeiterschaft der Wohnanlage, sagt Friedrike Schmidt-Möbus, Mitglied der Organisationsgruppe. Ein weiteres Ziel sei die Vernetzung mit bestehenden Einrichtungen der Flüchtlingshilfe in Göttingen und Institutionen in Geismar gewesen. Viele davon zählten mittlerweile zu den aktiven Unterstützern der Bürgerinitiative.

Helfen wollten auch 27 Schüler des Hainberg-Gymnasiums, die in Eigeninitiative durch den Verkauf von selbstgebackenem Kuchen und Armbändchen Geld sammelten. Einen symbolischen Scheck überreichten die Jungen und Mädchen am Donnerstag an Bettina Briesemeister, Leiterin des Bonveno-Flüchtlingswohnheims. Das Geld will der Runde Tisch Zieten für dringenden Bedarf der Flüchtlinge verwenden, „etwa für Wasserkocher in den Wohnungen oder Schulsachen für Kinder“, erklärte Jacqueline Jürgenliemk vom Organisationsteam am Donnerstag.

Gerührt zeigten sich die Flüchtlinge über die Initiative der Schulkinder. „Das ist eine große Geste“, sagte der aus dem Irak stammende Sangar Bederkhan, der seit etwa einem Monat in der Sammelunterkunft lebt. Im Namen der derzeit 106 Bewohner bedankte er sich bei der Schulklasse – und bezog ausdrücklich die übrige Bürgerschaft und die deutsche Regierung in seinen Dank mit ein.

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