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Helfer bereiten Ankunft der Flüchtlinge in Wollershausen vor

100 Flüchtlinge Helfer bereiten Ankunft der Flüchtlinge in Wollershausen vor

100 Flüchtlinge sollen von Donnerstag an in der Turnhalle am Schloss Wollershausen untergebracht werden – eine echte Herausforderung für die Menschen, die die Vorbereitungen dafür treffen. Denn dafür blieb nicht viel Zeit.

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Die Vorbereitungen in der Turnhalle des Schlosses Wollershausen laufen auf Hochtouren: Dort soll von Donnerstag an eine Erstaufnahmestelle für 100 Flüchtlinge bestehen.

Quelle: Eckermann

Wollershausen. Die Entscheidung des Landkreises, die Turnhalle zu nutzen, um die Stadt Göttingen bei der Amtshilfe für das Land Niedersachsen zu unterstützen, kam kurzfristig. Das äußerten übereinstimmend Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) und Sozialdezernent Marcel Riethig am Mittwoch.

Am Sonnabend habe es erste Gespräche gegeben – zunächst mit der Bitte des Landkreises an die Kommunen, geeignete Objekte zu benennen – am Montag habe sich dann der Landkreis für die Turnhalle des Schlosses Wollershausen entschieden, da diese derzeit nahezu ungenutzt sei. Gebäude und Gelände befinden sich im Besitz des Sozialdienstes katholischer Frauen, der die derzeit ungenutzte Turnhalle an den Landkreis vermietet.

Gemeinsam mit Dominik Koch, der als Einsatzleiter die Vorbereitungen seitens des Deutschen Roten Kreuzes begleitete, machten sich Vertreter der Mitgliedsgemeinden in der Samtgemeinde Gieboldehausen am Abend ein Bild von der zukünftigen Erstaufnahmeeinrichtung. Was sie in erster Linie sahen, waren Feldbetten. 100 an der Zahl. „Und es werden auch nicht mehr Menschen in die Turnhalle kommen“, verdeutlichte Riethig.

Im Falle eines Kaufes des Gebäudekomplexes könne sich diese Zahl erhöhen, erklärte Riethig. Doch eine Unterbringung im Schloss sei – schon wegen dessen Sanierungsbedarf – nicht geplant. Dornieden warnte davor, einen Ort mit nur 480 Einwohnern mit einer zu hohen Zahl an Flüchtlingen zu überfordern.

Sie appellierte an die Anwesenden, frühzeitig die Bevölkerung in allen Fragen zu informieren. Eine erste Informationsveranstaltung ist bereits für Donnerstag angesetzt. An diesem Abend soll auch ein Ansprechpartner für die Koordination der freiwilligen Helfer festgelegt werden.

Landrat Bernhard Reuter (SPD) hatte zuvor den Katastrophenschutz-Stab des Landkreises einberufen, dem Experten aus der Kreisverwaltung sowie Fachberater von Hilfsorganisationen und weiterer Institutionen angehören. Der Stab koordinierte die Vorbereitung der provisorischen Flüchtlingsunterkunft. An den Arbeiten beteiligten sich Helfer von Deutschem Roten Kreuz, Freiwilliger Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Malteser-Hilfsdienst – 136 Einsatzkräfte im Ganzen.

In der Turnhalle sollen bis zur Ankunft der ersten Flüchtlinge Infrastruktur und Personal zur Registrierung, zur ärztlichen Untersuchung, Verpflegung und Betreuung der Flüchtlinge organisiert sein. Die ersten Tage werde sich das DRK um die Verpflegung kümmern, bevor ein Caterer übernimmt.

Die Betreuung der Einrichtung soll ab Montag bei der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung liegen, damit die Ehrenamtlichen nicht überstrapaziert würden. Ihnen sprach er ein ausdrückliches Lob aus.

Informationen für Wollershäuser
Über die neue Situation, die mit der Ankunft der Flüchtlinge im Schloss Wollershausen entsteht, wollen am Donnerstagabend Landrat Reuter, Samtgemeinde-Bürgermeisterin Dornieden und Bürgermeister Ulrich Schakowske im Dorfgemeinschaftshaus informieren. Beginn ist um 20 Uhr.

100 Flüchtlinge sollen von Donnerstag an in der Turnhalle am Schloss Wollershausen untergebracht werden – eine echte Herausforderung für die Menschen, die die Vorbereitungen dafür treffen. © Eckermann

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