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Helfer empfangen in Wollershausen 49 neue Flüchtlinge

Sporthalle voll belegt Helfer empfangen in Wollershausen 49 neue Flüchtlinge

Zwei Wochen nach der Erstbelegung sind am Montag weitere Flüchtlinge in der Sporthalle am Wollershäuser Schloss untergebracht worden. Die 49 Menschen, die am Vormittag mit einem Reisebus eintrafen, wurden von zahlreichen Helfern erwartet.

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Dem Gesundheitscheck im Zelt folgt die Aufnahme der Personalien: 50 weitere Flüchtlinge sind in Wollershausen angekommen.

Quelle: IS

Wollershausen. Mitarbeiter der Ausländerbehörde, der Gesellschaft für Arbeit- und Berufsförderung (GAB), des Gesundheitsamtes sowie des Sanitäts- und Suchdienstes des Deutschen Rotes Kreuzes (DRK), Security und Dolmetscher kümmerten sich um die Neuankömmlinge. Die hatten am Sonntag die Grenze nach Bayern überschritten und die Nacht im Zug nach Elze verbracht. „Aus welchen Ländern sie kommen, wissen wir erst, wenn die Personalien aufgenommen sind“, sagt Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann. Rund die Hälfte der Neuzugänge spricht Arabisch, einige Kurdisch. In der Sporthalle gibt es wieder Platz: Von den rund 100 Flüchtlingen, die vor zwei Wochen kamen, sind mehr als zwei Drittel weitergezogen.
Farsi, Paschtu, Urda steht auf der Leuchtweste von Safi Badel,  der aus Afghanistan stammt, seit 21 Jahren in Göttingen lebt und in einem interkulturellen Orchester mitspielt. Arabisch und Kurdisch beherrscht der Syrer Ahmad Ayub, der seit 1997 in Duderstadt wohnt. Da man nicht weiß, wer kommt, sind vorsorglich fast ein Dutzend Dolmetscher anwesend.

 
Das Gesundheitsamt übernimmt die ärztlichen Erstuntersuchungen, Mitarbeiter des Kreises nehmen mit Laptop und Fotoapparat die Personalien der erschöpften Flüchtlinge auf. Die Registrierung für Asylanträge beim Bundesamt für Migration erfolgt erst später.

 
Die Erstaufnahmeeinrichtung in Wollershausen wird seit einer Woche von der GAB betreut, die damit völliges Neuland betreten hat. „Wir müssen noch viel improvisieren und bräuchten weitere Unterstützung, es spielt sich aber ein“, sagt Sabina Knoch, die die neuen Aufgaben für die GAB in Wollershausen koordiniert. „Trotz der vielen Arbeit klappt es reibungslos“, bestätigt Lottmann. Mit dem Sozialdienst katholischer Frauen, dem Schloss und Nebengebäude gehören, würden weiterhin Gespräche über die Unterbringung dauerhaft zugewiesener Flüchtllinge im Wohnheim des ehemaligen Mädchenheims geführt – falls sie keine dezentralen Privatwohnungen finden.

 
Von einer dauerhaften Herausforderung, der „wir uns stellen müssen und wollen“, spricht Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU), zieht ein positives Fazit der bisherigen Flüchtlingsarbeit in der kleinsten Mitgliedsgemeinde und lobt die gute Organisation. Die Sporthalle am Schloss sei vom Landkreis aus 16 leerstehenden größeren Immobilien ausgewählt worden, die die Samtgemeinde benannt habe. Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Wollershausen nicht, ein Catering-Service liefert den Flüchtlingen drei Mahlzeiten am Tag.

 

Vom Iran bis Bangladesch
Bei den 49 Flüchtlingen, die am Montag in Wollershausen eingetroffen sind, handelt es sich um neun Frauen und 40 Männer. 18 Flüchtlinge stammen laut Auskunft des Landkreises aus dem Iran, elf aus Syrien, acht aus dem Irak, drei aus Afghanistan  und zwei aus Bangladesch. Außerdem sind sieben irakische Kurden dabei. Der Großteil der Flüchtlinge ist 20 bis 30 Jahre alt, neun der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. ku
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