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Keil ruft zu Unterstützung der Flüchtlingsarbeit auf

Superintendent bittet um Mithilfe in Hilfsorganisationen Keil ruft zu Unterstützung der Flüchtlingsarbeit auf

In den Gottesdiensten im Kirchenkreis Harzer Land ist am Sonntag zu einer Kollekte zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit aufgerufen worden. Superintendent Volkmar Keil bat zudem Christen darum, sich in Hilfsorganisationen zu Engagieren.

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In den Gottesdiensten im Kirchenkreis Harzer Land ist am Sonntag zu einer Kollekte zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit aufgerufen worden.

Osterode. „Sie alle bringen eine Lebensgeschichte mit, die sie gezeichnet hat“, begründete Keil und meinte damit auch die Menschen, die am Mittwoch aus verschiedensten Krisenregionen der Welt in die Osteroder Lindenberghalle eingezogen waren.

Das Land Niedersachsen hatte den Kreis Osterode zur Amtshilfe herangezogen, sodass wie zuvor in Hahnenklee und St. Andreasberg kurzfristig nach einer Notunterkunft gesucht werden musste.

Als die Menschen aus den Bussen stiegen, hatten die Helfer alles Notwendige organisiert und ihnen Betten und ein Dach über dem Kopf vorbereitet. Auch die Verpflegung war geklärt. Doch damit ist für die Flüchtlinge noch längst nicht alles geregelt. „Sie haben mehrheitlich Schreckliches erlebt. Manche bringen Traumata mit.

Fast alle Erinnerungen, die sie wahrscheinlich ein Leben nicht mehr loslassen werden“, begründete Keil den Aufruf zur Unterstützung: „Es sind Menschen, die ihre Heimat und vielleicht noch viel mehr verloren haben, Menschen, die Hilfe brauchen.“

Allen gerecht zu werden, sei angesichts der steigenden Zahl schwierig. Aber eine gute Willkommenskultur helfe den Menschen, mit ihrer Situation umzugehen. „Und es hilft auch uns. Denn auf diese Weise werden die Menschen eingeführt,  sich in ihnen fremden Abläufen und in einer ihnen fremden Kultur zurechtzufinden.“

Weiterhin lobt Keil das Engagement verschiedener Initiativen, die in unterschiedlicher Organisationsform und unterschiedlichen Gruppen Hilfe leisten. „Bringen Sie sich in diesen Initiativen ein“, appelliert er an Christen in allen Gemeinden des Kirchenkreises. Auch die Sonntagskollekte sei eine Möglichkeit, sich in christlicher Gesinnung für ein gutes Willkommen zu engagieren.

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