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Leerstände im Eichsfeld als Wohnraum für Flüchtlinge?

Frauen Union Leerstände im Eichsfeld als Wohnraum für Flüchtlinge?

Über die Möglichkeit der Unterbringung von Flüchtlingen in leer stehenden Häusern haben sich Mitglieder der Frauen Union ausgetauscht. Marlies Dornieden, Samtgemeindebürgermeisterin in Gieboldehausen (CDU) kündigte an, zu dem Thema das Gespräch mit Landrat Bernhard Reuter (SPD) suchen zu wollen.

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Über die Möglichkeit der Unterbringung von Flüchtlingen in leer stehenden Häusern haben sich Mitglieder der Frauen Union ausgetauscht.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Seeburg. Die Kapazitäten in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landkreises Göttingen seien erschöpft.

Daher müssten sich die Gemeinden auf die mögliche Unterbringung von Asylsuchenden auch in kleineren Orten einstellen, erklärte Dornieden. Eine Möglichkeit dafür sei die dezentrale Unterbringung in Privathäusern, die derzeit nicht genutzt würden. Es sei zunächst mit dem Landkreis zu klären, ob diese Form der Unterbringung gewünscht sei.

Anschließend könne das Gespräch mit Immobilienbesitzern gesucht werden, deren Häuser in einem bewohnbaren Zustand seien und die eine akzeptable Miete verlangen.

Unterstützung erfuhr Dornieden von Annegret Lange. Die CDU-Bürgermeisterin in Rüdershausen lobte die dezentrale Unterbringung als „Chance für beide Seiten“: Leerstände könnten beseitigt und der Kontakt zu Fachkräften hergestellt werden. Die Flüchtlinge hätten zudem ein gutes Umfeld zur Integration.

Wichtig sei es, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und Ängste zu nehmen. So hätten sich dem Vernehmen nach Bürger daran gestört, dass im Rosenthaler Hof untergebrachte Menschen mit Smartphones ausgestattet seien. „Handys sind oftmals die einzige Möglichkeit, Bilder der Angehörigen mitzunehmen und den Kontakt nach Hause zu halten“, erklärte Dornieden. Um weitere Informationen zu erhalten, wollen sich die Mitglieder der Frauen Union um einen Termin im Rosenthaler Hof bemühen.

In einer interaktiven Karte stellt das Tageblatt Kontaktmöglichkeiten zu Hilfseinrichtungen zusammen. Angaben können an  redaktion@eichsfelder-tageblatt.de geschickt werden.

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