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Massenschlägerei im Lager Friedland

Dauerhafte Polizeipräsenz Massenschlägerei im Lager Friedland

Gewalttätige Auseinandersetzungen im stark überbelegten Lager Friedland nehmen zu – zuletzt am vergangenen Sonntag, als sich etwa 50 Flüchtlinge vor der Essensausgabe prügelten. Die Polizei hat jetzt eine tägliche Wache mit einer Stärke von etwa 25 Beamten eingerichtet.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Friedland. Die Göttinger Polizei bestätigt den Bericht eines Nachbarn des Lagers, dass am Sonntag nach Beginn der mittäglichen Essensausgabe gegen 12.15 Uhr etwa 50 Insassen mit abgebrochenen Ästen, Sonnenschirmen und Mülleimern aufeinander losgingen. Während sich Lagerbedienstete und Sicherheitspersonal im Haus der Essensausgabe verbarrikadierten, hätten Flüchtlinge versucht, per Räuberleiter durch die Oberlichter des Erdgeschosses zu kriechen. Erst nach knapp zwei Stunden habe die Polizei die Tumulte beenden können, berichtet der Friedländer.

 
Gegen 12.55 Uhr sei die Polizei alarmiert worden, bestätigt Polizei-Sprecherin Jasmin Kaatz. 400 Menschen hätten sich vor dem Gebäude gedrängelt. Offenbar hätten etwa 50 Flüchtlinge befürchtet, kein Essen mehr zu bekommen und eine Schlägerei begonnen. Eine 18-Jährige Frau aus Eritrea wurde bei den Tumulten verletzt. Die Besatzung eines Streifenwagens konnte die Lage nicht unter Kontrolle bringen. Das schaffte erst eine Verstärkung – etwa sieben Streifenwagenbesatzungen, erklärt der Nachbar. Im auf 700 Personen ausgelegten Lager Friedland seien derzeit etwa 2400 Personen untergebracht, erklärt Kaatz. In den vergangenen Wochen sei die Polizei vom Lager „wiederholt“ um Unterstützung gebeten worden, weil es zu Drängeleien gekommen sei. Zurzeit werde in Absprache mit der Lagerleitung „täglich ein Einsatzzug der Bereitschaftspolizei auf dem Gelände präventiv eingesetzt“.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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