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Mehr als 300 Zuhörer diskutieren über überfülltes Lager Friedland

Erst Talk-Show, dann Dampfablassen Mehr als 300 Zuhörer diskutieren über überfülltes Lager Friedland

Spitzenpolitiker, Polizei und Verwaltungschefs haben sich am Dienstagabend in Friedland die Sorgen und Nöte der Friedländer Bevölkerung angehört. Eine Stunde lang hörten mehr als 300 Besucher diszipliniert einer als "Talk-Show" empfundenen Info- und Statement-Runde zu. Dann ließen viele Bürger Dampf ab - und wurden von anderen teils sofort wieder ausgebremst.

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Grenzdurchgangslager Friedland.

Quelle: PH/Archiv

Friedland. Grundkonsens der Runde: "So kann es nicht weitergehen." Aber wie soll sich was ändern? Grünen-Politiker Jürgen Trittin fürchtet gar die "Katastrophe für Friedland", wenn das Land das Maßnahmenpaket des Bundes umsetzt, wonach künftig aussichtsreiche Asylbewerber bis zu fünf Monate länger in den Erstaufnahmelagern bleiben. Thomas Oppermann (SPD) argumentierte dagegen, das sei nur für den Fall vorgesehen, dass genügend Erstaufnahmekapazitäten vorhanden sind. 

Dann, so fürchten viele, werde es in den extrem beengten Behausungen noch mehr Spannungen geben. So wie die, die viele der Bürger schilderten: Ständig Streit, geplünderte Gärten, Schmutz überall, Angst, nachts auf die Straße zu gehen.  Besonders Axel Kerschnitzki von der Polizei hatte einen schweren Stand, als er auf Klagen über zu wenig Polizei zugeben musste, dass nur nachts ein Streifenwagen für drei Gemeinden einschließlich Lager zu Verfügung stehe. 

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